Ob Esel oder Elefant - die Vierbeiner sind im US-Wahlkampf als Sinnbild für die beiden grossen Parteien immer dabei. Doch warum gerade diese beiden Tiere?

Der Esel ziert die Plakate der US-Demokraten. Politische Gegner bezeichneten 1828 den Präsidentschaftskandidaten Andrew Jackson gern als Esel. Jackson drehte den Spiess um: Er machte das willensstarke Tier zum Symbol seiner Kampagne und gewann die Wahl.

1870 tauchte der Esel in den Zeichnungen des damals populären deutschstämmigen Karikaturisten Thomas Nast auf. Seitdem haben die Demokraten ihn - wenn auch nicht offiziell - als Maskottchen akzeptiert und betonen seine guten Eigenschaften: Der Esel sei bescheiden, gemütlich, etwas starrsinnig, schlau, mutig und liebenswert.

Partei der Dickhäuter

Der Elefant ist ebenfalls seit fast 150 Jahren das Symbol der Republikaner. Bereits 1860 tauchte der Dickhäuter in Zeichnungen in Verbindung mit der Partei auf. Auch hier war es Nast, der die Republikaner 1874 im US-Magazin «Harper's Weekly» endgültig mit dem Bild des Elefanten verband.

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Er skizzierte eine Horde aufgeschreckter Tiere - darunter einen Elefanten mit der Aufschrift «die republikanischen Wähler» -, die vor einem als Löwen verkleideten Esel davonrennt. Die Partei hat sich längst mit dem Rüsselträger angefreundet: Elefanten seien stark, intelligent und würdevoll, sagen die Republikaner.

(rcv/sda)