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Arbeit auf eigene Rechnung lockt Schweizer wenig

Grafik: Jeder zehnte Beschäftigte ist hierzulande selbständig. Statista

Vergleichsweise wenige Schweizer sind ihr eigener Chef: Nur jeder zehnte Beschäftigte arbeitet fürs eigene Portemonnaie. In anderen Ländern ist die Lust auf die Selbständigkeit grösser.

Veröffentlicht am 17.05.2016

Die Schweiz ist ein Volk von Angestellten: Nur jede zehnte Beschäftigte ist hierzulande selbständig. Das ist wenig im Vergleich mit anderen reichen Ländern. In den Mitgliedsstaaten der OECD arbeitet im Schnitt mehr als jeder Achte auf eigene Rechnung. In Italien ist es gar jeder vierte Beschäftigte, in Griechenland sogar jeder dritte, wie die Grafik des Datenportals Statista zeigt.

Die tiefe Quote ist aber nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen: Gerade in Ländern mit angespannter wirtschaftlicher Lage, wie Griechenland oder auch Italien, bietet Selbstständigkeit oft die einzige Chance auf Arbeit.

Der Preis der Freiheit

Wer auf eigene Rechnung arbeitet, hat in der Schweiz oft einen tieferen Lohn als Angestellte. Besonders auf der Chefetage sind die Unterschiede markant. So verdienten Kaderangestellte 2014 im Schnitt brutto 110'000 Franken. Selbstständige Führungskräfte bezogen knapp einen Viertel weniger Lohn – ihr Verdienst betrug im Schnitt 84'500 Franken.

Allerdings ist die Differenz nicht für alle Berufe und Funktionen so extrem. Für Handwerker zum Beispiel macht es kaum einen Unterschied, ob sie angestellt oder auf eigene Rechnung arbeiten. Und auch auf die gesamte Bevölkerung gerechnet sind die Unterschiede klein. Arbeitnehmende haben 2014 im Durchschnitt 68'200 Franken verdient, Selbstständige 2,6 Prozent weniger mit 66'400 Franken.

(Mathias Brandt, Statista/mbü)

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