Ein ehemaliger führender US-Notenbanker hat die Federal Reserve (Fed) dazu aufgerufen, Präsident Donald Trump offen die Stirn zu bieten. Der frühere Chef der Fed von New York, William Dudley, forderte in einem Meinungsartikel für die Finanznachrichtenagentur Bloomberg News, die Notenbank dürfe der Regierung nicht aus der Patsche helfen.

«Die Vertreter der Zentralbank haben die Wahl: der Trump-Regierung dabei zu helfen, ihren desaströsen Weg einer Eskalation im Handelskrieg weiterzugehen - oder das klare Signal zu senden, dass wenn die Regierung dies tut, der Präsident und nicht die Fed die Risiken tragen wird, einschliesslich des Risikos einer Niederlage bei der nächsten Wahl», schreibt Dudley.

Eine Fed-Sprecherin distanzierte sich von dem Vorstoss. Die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank beruhten einzig auf dem Mandat, Preisstabilität und maximale Beschäftigung zu sichern, sagte sie. «Politische Überlegungen spielen absolut keine Rolle.»

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Trump attackiert in seinen Twitterbotschaften regelmässig Fed-Chef Jerome Powell und fordert weitreichende Zinssenkungen, um die Konjunktur anzuschieben. Powell hingegen betonte zuletzt, die Unsicherheit infolge der US-Handelsstreitigkeiten mit anderen führenden Wirtschaftsmächten stellten die Notenbank vor eine beispiellose Herausforderung.

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(reuters/gku)