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Kriminelle Organisationen in Italien sahnen Milliarden ab

Prostituierte in Rom: Ein Riesengeschäft für die Mafia. Keystone

Illegale Geschäfte generieren in Italien über 15 Milliarden Euro. Das zeigt eine Erhebung von Istat. Die gesamte Schattenwirtschaft des Landes ist aber noch viel grösser.

Veröffentlicht am 12.10.2017

Der Umsatz, den Italiens kriminelle Organisationen mit illegalen Aktivitäten generieren, wächst. Jährlich werden in Italien mit Drogenhandel, Zigarettenschmuggel und Prostitution 15,8 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Das geht aus den Angaben des Statistikamts Istat hervor. Das Wachstum ist demnach vor allem dem Drogenhandel zuzuschreiben, dessen Umsatz im Jahr 2015 von 11,6 Milliarden Euro auf 11,8 Milliarden Euro gestiegen ist.

Riesige Schattenwirtschaft

Auf Prostitution sind Einnahmen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro zurückzuführen. Der Zigarettenschmuggel generierte 2015 einen Umsatz von 0,4 Milliarden Euro, das sind 100 Millionen mehr als 2014.

Die italienische Schattenwirtschaft generiert insgesamt einen Jahresumsatz von 190 Milliarden Euro. Dies entspricht 12,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wie Istat berichtet.

Zu niedrige Steuererklärungen und Schwarzarbeit

Zur Schattenwirtschaft zählen vor allem zu niedrige Steuererklärungen und Schwarzarbeit. Das Phänomen ist der Studie zufolge vor allem im Handel, im Tourismus, in der Gastronomie und der Bauwirtschaft verbreitet.

(sda/gku/moh)
 

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