Die Stimmung in der Schweizer Industrie bleibt gedämpft. Der Einkaufsmanager-Index verbesserte sich im Mai zwar ganz leicht, liegt aber nach wie vor klar unterhalb der als Wachstumsschwelle definierten Marke von 50 Punkten.

Im Mai rückte der Purchasing Managers' Index (PMI) um 0,1 Punkte auf 48,6 Zähler vor, wie die Credit Suisse am Montag mitteilte. Die Grossbank berechnet diesen (saisonbereinigten) Index gemeinsam mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management (procure.ch).

Mit einem etwas höheren Wert hatten im Vorfeld der Publikation die von AWP befragten Ökonomen gerechnet: Ihre Schätzungen lagen zwischen 49,0 und 51,0 Punkten.

Europa belastet

Alles in allem ergebe sich für die hiesige Industrie das Bild einer Stagnation oder einer marginalen Schrumpfung, so die CS. Zu schaffen mache der Industrie in erster Linie die schwache Konjunkturentwicklung in Europa.

Die Produktion sei hierzulande bereits seit drei Monaten rückläufig. Immerhin verbesserte sich diese Subkomponente des PMI im Mai minimal auf 48,8 Stellen.

Gewisse Aufhellungen sind auch im Auftragsbestand abzulesen, was laut CS auf eine Verbesserung der Auftragslage hindeutet. Doch auch dieser Wert steht mit 46,6 Punkten nach wie vor unterhalb der Wachstumsgrenze.

Leichter Stellenabbau erwartet

Als Wermutstropfen bezeichnet die CS den - wenn auch nur leichten - Personalabbau in der Industrie. Die Subkomponente Beschäftigung rutschte erstmals seit September 2016 unter die 50 Punkte. Allerdings sei kein Stellenabbau auf breiter Front zu erwarten.

Weiterhin in der Wachstumszone liegt im Mai der PMI für den Dienstleistungssektor. Doch auch die Dienstleister haben an Schwung verloren. Um saisonale Faktoren bereinigt, sank der Index um 3,6 Punkte auf 58,2 Zähler.

(awp/mlo)