Der Begründer des Marxismus wurde 1818 in Trier geboren und starb 1883 in London. Nach seinem Studium in Staatswissenschaften, Philosophie und Geschichte arbeitete Karl Marx zunächst für die «Rheinische Zeitung», musste aber den Posten wegen seiner radikalen Ansichten schon kurz darauf räumen. Über Paris und Brüssel gelangte Marx nach London.

Unterstützt von seinem reichen Freund Friedrich Engels widmete er sich fortan der wissenschaftlichen Kritik des Kapitalismus. Offenbar nicht immer mit vollem Elan. 1851 schrieb er an Engels: «Ich bin so weit, dass ich in fünf Wochen mit der ganzen ökonomischen Scheisse fertig bin.» Doch erst über 15 Jahre später erschien der erste Band seines Hauptwerks «Das Kapital». Das England der industriellen Revolution bot Anschauung genug für Marx' radikale Kritik an der bürgerlichen Gesellschaftsordnung.

Marx: Verelendung der Arbeiterklasse

Ursprünglich auf sieben Bücher angelegt, schaffte der Autor jedoch keinen weiteren Band mehr. Erst nach Marx' Tod stellte sein Weggefährte Friedrich Engels aus den Notizen zwei weitere Bände zusammen. Die Resonanz auf den ersten Band war zunächst bescheiden. Gerade einmal tausend Exemplare verkauften sich. Dabei griff Marx mit seiner Kritik der kapitalistischen Ausbeutung ein zentrales Thema seiner Zeit auf.

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Marx' Buch zeigt die fundamentalen Widersprüche der damaligen Wirtschaftsweise. Der schrankenlose Kampf um Profit führt demnach zur Verelendung der Arbeiterklasse. Irgendwann fehlen die Abnehmer für die produzierten Güter, so die Analyse. Denn das gesamte Geld wird auf immer weniger Personen verteilt – und das System bricht wegen seiner eigenen Logik zusammen.

Englisches Reihenhaus und Erbschaften

Privat schätzte der geistige Urheber des Kommunismus den bürgerlichen Lebensstandard in einem englischen Reihenhaus, das ihm von mehreren Erbschaften und einer Leibrente von Mäzen Engels ermöglicht worden war.