Die Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallbranche dürften noch viele Entlassungen aussprechen: Dies lässt sich aus dem Geschäftsklima-Index des Verbandes Swissmechanic schliessen. In der Befragung unter KMU gaben 27 Prozent an, dass sie Entlassungen vornehmen müssen. Rund 70 Prozent der Unternehmen haben einen Einstellungsstopp verhängt. 63 Prozent haben die Investitionsausgaben gesenkt und weitere Kurzarbeit gemeldet.

Im zweiten Quartal wurden im Branchenschnitt 29 Prozent Kurzarbeit abgerechnet, im dritten Quartal dürften es 34 Prozent werden, so die von BAK Economics für Swissmechanic durchgeführte Quartalsbefragung bei rund 300 KMU der MEM-Branche.

«Die Corona-Krise hat die Schweizer Wirtschaft in eine schwere Rezession gestürzt, wobei die MEM-Branche noch stärker eingebrochen ist als die Gesamtwirtschaft», sagt Swissmechanic-Direktor Jürg Marti: «Das Hauptproblem ist der Auftragsmangel.» 

Laut den Befragten verlier die Produktionstätigkeit im zweiten Quartal zwar reibungsloser als im April, aber es leiden mittlerweile 89 Prozent der Unternehmen unter Auftragsmangel. Die Hoffnung besteht allerdings, dass der Auftragseingang im dritten Quartal nicht mehr gleich stark sinken wird wie im zweiten. Dennoch: Knapp die Hälfte richtet sich darauf ein, dass der Auftragsmangel noch mehr als sechs Monate anhalten wird. 

Dem Verband Swissmechanic sind rund 1400 Betriebe mit mehr als 70’000 Mitarbeitenden angeschlossen.

(rap)

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