Nationalbank-Präsident Thomas Jordan ist mit einem Lohn von 945’000 Franken der Spitzenverdiener unter den wichtigen Zentralbankern. Zum Vergleich: EZB-Chefin Christine Lagarde muss sich mit weniger als der Hälfte begnügen. Und Jerome Powell, Chef der Federal Reserve, der wichtigsten Notenbank der Welt, bekommt nicht einmal einen Fünftel des Schweizers.

Dennoch ist Jordans Lohn nicht überrissen. Anders als die meisten Entscheide der Bundesrätinnen und Bundesräte wirkt sich jede Aktion der SNB direkt auf unser Portemonnaie aus. Eine Entlöhnung in der Höhe der Gesamtentschädigung eines Managing Director an der Wall Street lässt sich aus dieser Verantwortung rechtfertigen.

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Und Jordan hat geliefert. Zwar ist der Verlust der Nationalbank von 132 Milliarden Franken ein schwerer Schlag für viele Kantone, die fest mit den Ausschüttungen der SNB gerechnet hatten. Doch viel wichtiger ist, dass die Schweiz von einer massiven Teuerung wie in Europa oder in den USA verschont blieb. Während die Ersparnisse in den Nachbarländern dahinschmolzen, gelang es Jordan, die Kaufkraft hierzulande einigermassen zu bewahren.