Immer mehr Japaner leben allein. Wie die japanische Tageszeitung «Mainichi Shimbun» am Donnerstag unter Berufung auf neueste Erhebungen des Innenministeriums berichtete, zählte die Nummer drei der Weltwirtschaft auf Basis von Daten von 2015 insgesamt rund 18 Millionen Single-Haushalte.

Rund 35 Prozent der Haushalte in dem 127 Millionen Einwohner zählenden Land seien damit Single-Haushalte, hiess es. Im Vergleich zur vorherigen Erhebung von 2010 sei das ein Zuwachs von 2,2 Prozent und zugleich der höchste Stand seit Beginn der Erfassung vergleichbarer Daten im Jahr 1970.

Überalterung der Gesellschaft

Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen die rasante Überalterung der Gesellschaft sowie die veränderten Lebensgewohnheiten in Japan. Während sich früher die Jüngeren um die Alten kümmerten, geht der Trend heute hin zur Kernfamilie. Viele Senioren leben als Folge allein. Wegen der Abwanderung in Grossstädte wie Tokio sterben ganze Landstriche aus. Zurück bleiben meist nur noch Senioren.

(sda/cfr)