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Zahlungsdienst
Aduno-Chef tritt per sofort zurück

Aduno
Der bisherige Konzernchef Martin Huldi tritt per sofort zurück.Quelle: Keystone

Der Chef des Zahlungsdienstleisters Aduno tritt per sofort zurück. Mit der Affäre um Pierin Vincenz habe das nichts zu tun.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Wechsel auf der Chefetage der Kreditkartengesellschaft Aduno: Der bisherige Konzernchef Martin Huldi tritt per sofort zurück. Finanzchef Conrad Auerbach wird CEO ad interim.

Auerbach übernimmt die Aufgabe bis zur Wahl eines definitiven Nachfolgers von Huldi, wie Aduno am Mittwoch mitteilte. Der Abgang von Huldi erfolge auf persönlichen Wunsch und stehe in keinem Zusammenhang mit dem laufenden Strafverfahren der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich, betonte die im Kreditkarten-, Leasing- und Kleinkreditgeschäft tätige Gruppe.

Aduno hatte im vergangenen Dezember eine Anzeige gegen ihren früheren Verwaltungsratspräsidenten und ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz eingereicht. Vincenz sitzt seit Anfang März in Untersuchungshaft.

Untersucht wird unter anderem, ob er bei der Übernahme der Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert hat. Vincenz bestreitet die Vorwürfe.

Vincenz war langjähriger Präsident

Huldi war seit 2011 Chef der Gruppe. Vincenz wiederum amtete seit der Gründung der Aduno Holding im Jahr 1999 als deren Präsident und prägte deren Geschicke wesentlich mit. Im Juni 2017 war er von seinem langjährigen Amt zurückgetreten.

Wie es im Umfeld des Zahlungsspezialisten heisst, ist der Verwaltungsrat um den neuen Präsidenten Pascal Niquille darum bemüht, einen Strich unter die Ära Vincenz zu ziehen, wie das Online-Portal «finews.ch» schreibt. Obwohl die Leistungen von Ex-Chef Huldi in der Mitteilung explizit verdankt werden, dürfte der Druck auf ihn zuletzt gross gewesen sein.

(sda/bsh/mbü)

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