Social Networks gehören in der Generation 2.0 zur Präsentation einer Persönlichkeit. Wie man sich – vor allem privat – auf Facebook, Twitter & Co. darstellt, kann die Jobsuche positiv oder negativ beeinflussen. Darüber hinaus lassen sich Internet-Communities zur aktiven Stellenfindung nutzen.

Ein paar Tipps, worauf es zu achten gilt, damit das reale Bewerbungsdossier nicht schon nach der virtuellen Kontrolle im Rundordner landet:

  • Privatsphäre schützen: Achten Sie genau darauf, was Sie auf Ihren Online-Profilen preisgeben und wer welche Informationen auf Ihrem Konto sehen kann. Fotoalben, private Informationen und Pinnwandeinträge sollten für eine Ihnen unbekannte Person nicht einsehbar sein. Denken Sie immer daran, was Ihr zukünftiger Chef sehen soll und was nicht. Blocken Sie bei Bedarf auch die Markierungsfunktion für Fotos und Orte, um zu verhindern, dass sie Dritte ungewollt exportieren.
  • Persönlichkeit präsentieren: Vor allem bei jüngeren Firmen ist es heutzutage üblich, dass nach Eingang Ihrer Bewerbung Ihr Name via Google gesucht und demzufolge ein allfälliges Social-Media-Profil angeschaut wird. Nutzen Sie Ihre Einträge, um sich passend zu präsentieren. Achten Sie darauf, was ein zukünftiger Arbeitgeber sehen will: Sind Sie auf der Suche nach einem Moderationsjob für eine Jugendsendung, sind Party-Pics und eine lange Liste mit Lieblingsmusik Indikatoren für Ihren extrovertierten Charakter. Suchen Sie hingegen eine Stelle als Berater, sind ein seriöser Auftritt mit Hemd und Krawatte sowie gezielt angegebene Interessen hilfreich.
  • Kommunizieren Sie Ihre Jobsuche aktiv: Nutzen Sie Social Networks, um Ihre Freunde über Ihr Anliegen zu informieren. Auf Facebook oder Twitter erreicht man innert kürzester Zeit seinen gesamten Bekanntenkreis. Auch die Kontaktaufnahme mit ehemaligen Mitarbeitern oder Schulkollegen braucht nur einen Klick. Achten Sie darauf, dass Sie nicht als arbeitsloses Couchpotato rüberkommen («Suche mal wieder einen Job...»), sondern kommunizieren Sie Ihre gewünschte Stelle präzis («Suche Job, Grafiker, 40 Prozent, Zürich»).
  • Verschiedene Plattformen abstimmen: Sind Sie Mitglied bei mehreren Communities, achten Sie darauf, dass alle Profile im gleichen Stil daherkommen. Sind Sie Musterschüler auf Facebook und Punkrocker auf Twitter, scheint Ihre Glaubwürdigkeit fraglich. Vorsicht vor Abfallprofilen und digitalen Leichen – sind Sie auf einer Plattform nicht mehr aktiv, löschen Sie Ihr Profil vollständig.
  • Profil auf Xing und LinkedIn erstellen: Auf Jobsuche bieten sich karriereorientierte Netzwerke an. Präsentieren Sie sich mit Lebenslauf und Präferenzen bezüglich der neuen Stelle. Gleichzeitig können sie auf diesen Plattformen aktiv werden und Kontakte zumindest erörtern oder gleich direkt knüpfen.
  • Soziale Plattformen gekonnt nutzen: Verlinken Sie sich in einem Social Network bewusst mit Gruppen oder Sites, die Ihnen bei der Jobsuche hilfreich sein könnten. Branchen, Firmen und Universitäten haben ihre eigenen Sites oder Gruppen, denen Sie beitreten können. Halten Sie Ausschau nach nützlichen Kontakten und scannen Sie die News-Feeds regelmässig nach Updates.

* Andreas Rohrer, Chefredaktor, Students.ch, Zürich.

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Thema:
Soziale Plattformen können der Karriere nützen – ihr aber auch schaden.

Fragen:
Students.ch möchte Folgendes wissen: Wie bewusst arbeiten Sie mit Facebook, Twitter & Co. an Ihrer beruflichen Laufbahn? Schützen Sie dabei Ihre Privatsphäre und kontrollieren Sie, wer welche Inhalte ansehen kann? Suchen Sie aktiv Kontakte, etwa in Xing oder LinkedIn? Haben Sie dank Social Media schon einen Job gefunden? Oder haben Sie unvorteilhafte Online-Fotos oder Blog-Texte schon mal in Schwierigkeiten gebracht?
 

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