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Ehemaliger Fifa-Ethiker tritt aus BA-Aufsicht zurück

Fifa-Logo am Fifa-Sitz in Zürich
Fifa-Logo am Fifa-Sitz in Zürich: Der Weltfussballverband beschäftigt die Bundesanwaltschaft.Quelle: KEYSTONE/Ennio Leanza

Cornel Borbély verlässt die Aufsichtsbehörde der Bundesanwaltschaft. Seine Vergangenheit bei der Fifa wurde zur Belastung.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Der ehemalige Fifa-Chefethiker Cornel Borbély tritt als Mitglied der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) zurück. Die Bundesanwaltschaft (BA) ist derzeit so stark mit dem Fussballkomplex beschäftigt, dass er aufgrund seiner beruflichen Vergangenheit bei der Fifa dauernd hätte in den Ausstand treten müssen.

Die derzeitigen Entwicklungen um den Fussballkomplex hätten dazu geführt, dass dieser Themenbereich in der Tätigkeit der Aufsichtsbehörde eine nicht vorhersehbare und dominierende Stellung eingenommen habe, teilt die Behörde am Montag mit.

Um bei der AB-BA die dringend benötigten Ressourcen frei zu machen, habe sich Borbély entschieden, seinen Rücktritt aus dem Gremium zu erklären. Die Bundesanwaltschaft führt derzeit ein unfangreiches Strafverfahren im Untersuchungskomplex zum Fussball und zum Weltfussballverband Fifa.

Der Zürcher Ex-Staatsanwalt Borbély gilt als Aufklärer ohne Furcht vor hohen Tieren. Bei der Fifa war er so hartnäckig, dass ihn Fifa-Präsident Gianni Infantino im Mai 2017 als Chefermittler abgesetzt hatte, dies zusammen mit dem Deutschen Hans-Joachim Eckert.

Erst Ende September dieses Jahres war Borbély für eine weitere Amtsperiode als AB-BA-Mitglied bis 2022 bestätigt worden. Er war von Verteidigungsminister Guy Parmelin auch mit der Untersuchung zu den Spesenexzessen an der Armeespitze betraut worden.

(sda/ise/mlo)

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