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Ex-Lonza-Chef Stefan Borgas wechselt nach Wien

Stefan Borgas (Bild von 2011): Von 2004 bis 2012 Lonza-Chef. Keystone

Von Israel nach Österreich: Stefan Borgas ist der neue Chef des Wiener Industriekonzerns RHI. Der 52-Jährige sass acht Jahre lang auf dem Chemiethron von Lonza.

Veröffentlicht am 26.09.2016

Der Verwaltungsrat des österreichischen RHI-Industriekonzerns bestellt den früheren Lonza-CEO Stefan Borgas (52) für fünf Jahre zum neuen Chef. Damit hat der Feuerfestspezialist ab 1. Dezember wieder einen regulären langfristigen CEO.

Um eine geordnete Übergabe zu ermöglichen, bleibt bis Ende November Wolfgang Ruttenstorfer weiter interimistischer Chef bei RHI, teilte das Unternehmen am Montag mit. Ende Juni war Ruttenstorfer kurzfristig als Interimschef eingesprungen, nachdem RHI-Chef Franz Struzl krankheitsbedingt ausgefallen war.

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Struzl werde sein Vorstandsmandat per 30.11.2016 abgeben und nach seiner vollständigen Genesung beratend im Unternehmen tätig sein, hiess es am Montag in einer Mitteilung.

Der künftige neue RHI-Chef Borgas hatte seine Karriere – nach Betriebswirtschaftsstudien an der Uni Saarbrücken und der Uni St. Gallen – in der Chemieindustrie gestartet. Nach dem Eintritt bei BASF übernahm er Führungsfunktionen in den USA, Deutschland und China und verantwortete ab 2002 als Vice President die Business Unit «Fine Chemicals».

Acht Jahre lang Lonza-Chef

2004 wurde er als CEO in den Vorstand der schweizerischen Lonza Group berufen und machte das Unternehmen zu einem führenden Life-Science-Konzern. 2012 wechselte Borgas als Präsident und CEO zum Spezialchemiehersteller Israel Chemicals. Borgas wurde im Frühjahr als Kandidat für den Chefsessel bei Syngenta gehandelt.

Bei Lonza unterstanden Borgas zum Schluss knapp 7500 Mitarbeiter, sie erwirtschafteten einen Umsatz von knapp 3 Milliarden Franken. In Wien wartet Ähnliches: Der RHI-Konzern setzte 2015 mit mehr als 8000 Mitarbeitenden rund 1,75 Milliarden Euro um.

(sda/ise/cfr)

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