Er löst Elisabeth Dalucas ab, die das Luzerner Kultur- und Kongresszentrum während acht Jahren führte. Koch stammt aus Luzern. Als Hotelier arbeitete er während vieler Jahre in leitender Funktion im Ausland, vor allem in Asien. Im "Palace" steht er seit drei Jahren als Direktor an der Spitze.
Um die Nachfolge von Dalucas hatten sich 125 Personen beworben. KKL-Präsident Pius Zängerle sagte bei der Vorstellung des neuen Direktors, es sei eine charismatische Person mit breiter Führungserfahrung gesucht worden, ein kommunikativer Leader mit Weitblick, jemand, der dem KKL ein Gesicht geben könne.
Aufgabe Kochs wird es sein, neue Kooperationen zu entwickeln und die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern (Lucerne Festival, Kunstmuseum, Sinfonieorchester) auszubauen. Zudem soll das Haus international noch besser bekannt werden. Hotelier Koch wird nach eigenen Angaben nicht Intendant des KKL sein. Vielmehr wolle er das Haus zum Erlebniszentrum machen, sagt er. Das KKL sei nicht nur ein Kulturort, sondern auch ein Kongresszentrum. Koch ist es ein besonderes Anliegen, mit Kultur und Kongressen im KKL den Wintertourismus in Luzern zu beleben. Er betont, dass er zwar Hotelier sei, dabei aber auch für Betriebe gearbeitet habe, die auch Veranstaltungen und kulturelle Anlässe organisiert hätten.
Das KKL muss in der nächsten Zeit für einen zweistelligen Millionenbetrag saniert werden. Aufgabe des neuen Direktors wird es zudem sein, die Stimmberechtigten von der Notwendigkeit dieser Investition zu überzeugen. Auch Dalucas hatte 2003 ihre Amtszeit mit einer Finanzabstimmung begonnen. Unter ihrer Führung erhöhte das KKL den Umsatz von 17 auf 25 Millionen Franken, und sie schrieb immer schwarze Zahlen.
Die Nachfolge Kochs im „Palace“ in Luzern soll in den nächsten Wochen geregelt werden, teilt die Victoria-Jungfrau-Collection-Hotelgruppe mit, zu dem das Luzerner Fünfsternehaus gehört.

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