Auf der Strasse kann der frühere Radprofi Lance Armstrong keine Erfolge mehr feiern. Der US-Amerikaner ist wegen seiner Dopingvergehen ein Leben lang vom Profi-Radsport verbannt. Seine sieben Siege der Tour de France wurden ihm aberkannt. Nun hat Armstrong aber abseits des Radsports einen riesigen Gewinn eingefahren: Er verdiente 20 Millionen Dollar mit einer Investition in den US-Fahrdienstanbieter Uber.

Dafür musste der 47-Jährige nur relativ wenig Geld in die Hände nehmen – sein Investment betrug laut Bloomberg lediglich 100'000 Dollar. Für die Spitzenrendite kann sich Armstrong beim Hedgefonds Lowercase Capital bedanken: Denn dieser US-Hedgefonds war es, der einen Teil von Armstrongs Geld in Uber anlegte. Der Ex-Radprofi verdiente die Millionen von Dollar also nur auf indirektem Wege.

Ein dringend benötigter Zustupf

Die 20 Millionen Dollar kann Armstrong offenbar gut gebrauchen. Seine Dopingvergehen hatten ihm nicht nur seinen Ruf und die Karriere gekostet, sondern auch viel Geld – nach Bekanntwerden der Betrügereien hatten ihm Sponsoren mit Schadenersatzklagen eingedeckt. Das Investment in Uber habe seine Familie gerettet, sagte Armstrong dem Sender CNBC. Früher besass Armstrong rund 200 Millionen Dollar. Wie viel davon nach den Rechtsstreits übrig blieb, ist nicht bekannt.

Uber steht bald auch normalen Investoren offen. Der US-Fahrdienstvermittler plant, im zweiten Halbjahr 2019 an die Börse zu gehen. Aktuell wird der Konzern mit 78 Milliarden Dollar bewertet – an der Börse könnte Ubers Wert auf 120 Milliarden Dollar anschwellen.

(mbü)

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