Was soll ich anziehen? Was will ich trinken? Sollte ich erst dieses oder jenes Projekt angehen? Manchmal ist es gar nicht so leicht Entscheidungen zu treffen. Deshalb hat sich Melanie Croyé etwas bei erfolgreichen Leuten wie Steve Jobs abgeschaut.

Was haben supererfolgreiche Menschen wie Mark Zuckerberg, Steve Jobs und Präsident Obama gemeinsam? Sie ziehen immer dasselbe an. Facebook-CEO Zuckerberg ist bekannt für seine Hoodys und simplen T-Shirts, Obama immer im feschen Anzug und Steve Jobs war ohne diesen schrecklichen Rollkragen-Pullover fast nie anzutreffen.

Keine Zeit mit der Kleiderwahl vergeuden

Damit will ich jetzt nicht sagen: Kauft euch ab sofort immer nur das eine Outfit. Nein, der Grund, warum der Klamottengeschmack dieser Menschen so wichtig ist: Es ist ihnen egal, wie sie gekleidet sind. Wer 15 graue Hoodys im Schrank hängen hat, wird ganz bestimmt nicht morgens vorm Spiegel stehen und sich überlegen: Was ziehe ich heute an?

Wer sich sowieso einfach den schwarzen Rolli schnappt, wird sich bestimmt nicht fünf Mal umziehen, weil er sich heute einfach nicht wohl fühlt in dem kurzen Kleidchen. Wer zu Anzug und weissem Hemd greift, ist immer richtig angezogen.

Jeden Tag eine Entscheidung weniger

Zuckerberg, Jobs und Obama verschwenden keine Zeit, sich um solche unwichtigen Dinge Gedanken zu machen. Das ist eine Entscheidung weniger, die sie jeden Tag treffen müssen. Während ich allmorgendlich schon vorm Duschen über die Frage, was ich anziehen soll, verzweifle, haben die bereits drei Mal die Welt verändert.

Sich nicht entscheiden zu können, das wird Frauen gerne nachgesagt. Das fängt mit simplen Entscheidungen wie der richtigen Business-Kleidung an und hört bei komplizierten und wegweisenden Entscheidungen im Job noch lange nicht auf. Das Problem ist nur: Wer schon auf die Frage «Möchtest du Kaffee oder Wasser trinken?» nicht antworten kann, dem vertraut ganz bestimmt niemand die Führung eines wichtigen Projektes an.

Anzeige

Entscheidungen treffen kann man lernen

Ich bin mir sicher, dass Frauen genauso gut Entscheidungen treffen können wie Männer – sie lassen nur sehr viel mehr Faktoren in ihre Entscheidung einfliessen und wägen zudem ab, welche Auswirkungen das auf andere haben könnten. Dabei verzetteln sie sich mitunter und wirken dann entscheidungsfaul und unsicher.

Das Schöne ist: Entscheidungen treffen kann man lernen. Denn meist fällen wir die sowieso innerhalb weniger Millisekunden. Wir müssen nur auf unser Bauchgefühl hören. Meistens will ich Kaffee und Wasser, wenn ich bei einem Termin ankomme. Ich traue mich nur nicht, beides zu verlangen, denn das könnte ja unverschämt wirken. Aber warum eigentlich? Wer weiss was er will, wird ganz anders wahrgenommen.

Übung macht den Meister

Und gerade auf solche Standardsituationen kann man sich vorbereiten. Wer dabei nett lächelt, entschärft mögliche Konflikte. Und je öfter wir so eine Entscheidung treffen, umso einfacher fällt sie uns. Wir dürfen den Entscheidungsprozess in unseren Köpfen nur nicht zu etwas Unerreichbarem aufblasen, sondern müssen uns auf die wesentlichen Fragen konzentrieren. Einfach, analytisch, naheliegend. Und dann zu unserem Wort stehen.

Wenn Ihr Euch also das nächste Mal zum dritten Mal am Morgen umzieht, dann setzt euch kurz hin, entspannt euch – und holt das erste Outfit wieder aus dem Schrank. Euer erster Instinkt war sicher der richtige.

 

Dieser Artikel erschien zuerst auf Bizzmiss – das Business-Magazin für Frauen mit den Schwerpunkten Karriere und Work-Life-Balance.