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Lukrativ
Mayweather vs. Connor: Dieser Kampf bringt 1 Milliarde

Mayweather gegen McGregor: Der Kampf ist fast ein Milliarden-Geschäft. Keystone

Beim Duell zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor geht es um sehr viel Geld: Knapp 1 Milliarde Dollar lässt sich mit dem Schlagabtausch verdienen. So kommt die unglaubliche Summe zusammen.

Von Gunnar Meinhardt («Die Welt»)
am 25.08.2017

Am Samstag ist es endlich so weit. Nach monatelangen Getöse und Gepose steigen Conor McGregor und Floyd Mayweather endlich in den Ring. Beim Kampf in Las Vegas geht es vor allem um eines: ganz viel Geld. Der Fight kratzt an der Milliarden-Grenze. So setzt sich die unglaubliche Summe zusammen.

Entscheidend sind die TV-Erlöse

Die Einnahmen durch das Bezahlfernsehen sind entscheidend für den Gesamtumsatz des Kampfes. In den USA wird er vom Pay-Per-View-Sender Showtime für 89,95 Dollar (HD: 99,95 Dollar) übertragen. In England zeigt ihn Sky Sports Box Office für 26,32 Dollar, in McGregors Heimat Irland sind 29,95 Dollar zu bezahlen.

Auch in anderen Ländern, in denen das Duell übertragen wird, muss bezahlt werden. Den bislang höchsten Umsatz gab es bei Mayweather vs. Pacquiao. Die Preise damals bei Showtime waren die gleichen. Die 4,6 Millionen Verkäufe brachten über 410 Millionen Dollar.

Sponsoren zahlen kräftig

Der Hauptsponsor muss zehn Millionen Dollar hinblättern. Dafür kann er in der Mitte des Ringbodens, an zwei Ringseilen, den neutralen Ringecken und durch die Nummerngirls mit seinem Logo werben. Zudem bekommt er in jeder Runde die erste Minute für einen Spot und Tickets im Wert von 500'000 Dollar.

Die Ringecken der Kämpfer sind für je fünf Millionen Dollar, einschliesslich 250'000 Dollar für Tickets, zu haben. Mayweather kassiert für Werbung auf Hose, Mantel und Basecap 25 Millionen Dollar, McGregor zwei Millionen.

Astronomisch hohe Wetteinsätze

Die Einsätze erreichen astronomische Höhen. Die bislang grösste Einzelwette platzierten drei Brüder und Geschäftsleute aus Las Vegas. Die Ex-Besitzer des Basketballteams Sacramento Kings setzten 880'000 Dollar auf Mayweathers Sieg – möglicher Gewinn: 160'000 Dollar. Die Quote liegt bei 1:1,18.

Wer seinen Einsatz richtig vervielfachen will, setzt besser auf McGregor, den krassen 1:11-Aussenseiter. Neben den gängigen Wetten werden auch einige obskure angeboten. Beispiele: Wird ein Kämpfer positiv getestet? Wie oft thematisiert McGregor die häusliche Gewalt seines Rivalen über die sozialen Medien? Wird der Kampf einen Tag vorher noch abgesagt?

Teure Tickets

Die Ticketpreise haben es in sich. Von ihnen profitieren die Superweltergewichtler (69,853 kg) nach den TV-Einnahmen am meisten. Mayweather behauptet, 300 Millionen Dollar zu verdienen, McGregor etwa 100 Millionen Dollar. Im Durchschnitt kosten die Karten 3750 Dollar.

Die teuersten Tickets unmittelbar am Boxring sind für 71'250 Dollar zu haben. Die Halle fast 20'000 Zuschauer. Pro Haushalt gab es nur zwei Tickets. Der Umsatzrekord steht seit dem Jahrhundertkampf zwischen Mayweather und Manny Pacquiao im Mai 2015 bei 72,5 Millionen Dollar.

Lukratives Merchandising

Vor allem durch Mayweathers Management wird das Geschäft auf Hochtouren laufen – darin ist es unübertroffen. Mehr als zwei Dutzend Fanartikel mit Initialen und Logos werden angeboten. Einige Produkte sind auch schon mit den Zahlen 50-0 drapiert. Sie stehen für Mayweathers makellosen Kampfrekord, der Stand heute noch einen Sieg weniger aufweist.

Bei Mayweather vs. Pacquiao lag der Umsatz bei über einer Million Dollar. Diesmal wird mindestens mit dem Doppelten gerechnet. Unterm Strich wird Mayweather mindestens 300 Millionen Dollar am Ende einstreichen, bei McGregor werden es rund 100 Millionen sein

Hotels zeigen den Kampf

In den acht Hotels am Strip in Las Vegas, die dem in der Wüstenmetropole ansässigen Unternehmen MGM Resorts International gehören, kann der Kampf für eine Eintrittskarte von 150 Dollar plus Steuer gesehen werden. Es wird mit mehr als 50'000 Besuchern gerechnet.

Als besonderen Clou schloss Mayweathers Management einen Vertrag mit dem Entertainmentanbieter Fathom Events. Die von Colorado aus agierende Firma sorgt dafür, dass der Kampf landesweit auch in Kinos zu sehen ist. Die Tickets kosten durchschnittlich 40 Dollar.

Dieser Artikel erschien zuerst bei der «Welt» unter dem Titel: «Daher kommt die Milliarde für den Gigantenkampf».

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