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Nayla Hayek: Mehr Power dank Pferdestärke

Nayla Hayek
Nayla Hayek: Pferdeflüsterin und Ehrendoktorin der European University Montreux.Quelle: Keystone

Als Kind erhielt Nayla Hayek das erste Pony. Seitdem sind Pferde die ständigen Begleiter der Swatch-Präsidentin.

Veröffentlicht am 30.06.2018

Sie ist die Angela Merkel der Uhrenindustrie: Nayla Hayek. Seit ziemlich genau acht Jahren präsidiert die Tochter von Nicolas G. Hayek den weltgrössten Uhrenkonzern. Das macht die Swatch-Queen zur mächtigsten Frau im Zifferblattuniversum.

Ihr Herz schlägt aber nicht nur im Takt von Omega oder Tissot. Die 66-jährige Schwester von Swatch-Chef Nick Hayek ist begeisterte Pferdezüchterin. Sie verbringt die meisten Wochenenden auf ihrer Farm unweit von Zürich, wie sie dem US-Lifestyle-Magazin «Robb Report» erzählt.

Das erste Pony, so Hayek, habe sie mit neun Jahren gekauft. Mit 17 Jahren habe ein saudischer König ihr den ersten Araber geschenkt. Nun züchtet sie diese exklusive Pferdegattung schon seit über vierzig Jahren.

Dank Pferden im Sattel

Die Passion ist derart stark, dass Nayla Hayek sagt: «Meine Familie und meine Pferde sind das Wichtigste in meinem Leben. Wenn ich sie nicht hätte, könnte ich meinen Job nicht machen.»

Die Pferdezucht hat Hayek gar zur besseren Chefin gemacht, ist sie überzeugt. Kranke und verängstigte Tiere könnten ihre Emotionen nicht durch Sprechen zum Ausdruck bringen.

«Man muss einen Instinkt für Körpersprache entwickeln», sagt Hayek. «Ich denke, das ist sehr wichtig, wenn man mit Menschen zu tun hat. Ich hatte immer das Gefühl, dass die vielen Jahre, in denen ich Pferde gezüchtet habe, mir geholfen haben, Menschen zu lesen.»

Als Frau besonders gefordert

Hayek äussert sich im Interview auch zur Frage, inwiefern sie als Frau besonders gefordert ist. I«ch denke, als Frau musst man noch viel mehr beweisen. Ich glaube nicht, dass ein Mann in dieser Position jemals so in Frage gestellt wird wie eine Frau», sagt die Swatch-Präsidentin.

Frauen müssten sich ständig erklären, so Hayek. «Die Leute werden immer darüber reden, wie eine Frau aussieht, was ihre Haarfarbe, was die Farbe ihrer Augen ist.» Bei einem Mann würde niemand Äusserlichkeiten beanstanden. Bei einer Frau würde es heissen: Das Make-up sei nicht richtig.

(ise)

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