Alexander Zschokke (46) und Paul Thompson (46) amten beim Schweizer Hörgerätehersteller Sonova interimistisch als Konzern- bzw. Finanzchef. Dies, nachdem CEO Valentin Chapero (54) und CFO Oliver Walker (41) per sofort ihren Rücktritt eingereicht haben. Chapero war seit 2002 für Sonova tätig, Walter seit 2004. Interims-CEO Zschokke gehört der Geschäftsleitung seit 2006 an. Interims-CFO Thompson übte diese Funktion bereits 2002 bis 2004 aus.

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Ebenfalls ad hoc kommt es beim VR-Präsidenten zu einer Rochade: Firmenmitbegründer Andy Rihs (68, Bild Mitte) tritt nach gut 20 Jahren von seinem Amt zurück, bleibt aber VR-Mitglied. Anstelle von Rihs hat der Verwaltungsrat Robert Spoerry (56, Bild unten) zum Präsidenten gewählt. Spoerry ist seit 2003 VR-Mitglied des Konzerns. Dem Köpferollen bei Sonova liegt folgendes Ereignis zugrunde: Im Vorfeld der Gewinnwarnung vom 16. März 2011 haben es die Verantwortlichen des an der SIX Swiss Exchange kotierten Konzerns versäumt, innerhalb des Unternehmens rechtzeitig ein Handelsverbot für Börsentransaktionen mit eigenen Aktien und Optionen zu erlassen. Als Folge dessen kam es zu Transaktionen im Wert von 47 Millionen Franken, die damals nicht hätten stattfinden dürfen. Ausserdem hat Sonova die Gewinnwarnung zu spät veröffentlicht. Zu diesem Schluss kommt die Untersuchung der Anwaltskanzlei Homburger, die das Sonova-Aufsichtsgremium selbst in Auftrag gegeben hat.