Nach seinem Eintritt bei der DKSH im Jahr 2004 war Schmitt fünf Jahre Country Finance Manager in der grössten Länderoperation in Thailand. Die letzten zwei Jahre zeichnete er als Konzernleitungsmitglied für Supply Chain, Länderorganisationen und Business-Prozesse verantwortlich.

Er folgt auf Stuart Davy, der sich nach sechsjähriger Tätigkeit als Finanzchef und insgesamt 13 Jahren bei DKSH aus persönlichen Gründen aus dem aktiven Geschäftsleben zurückziehen will. Gleichzeitig stärkt DKSH die Führungsstruktur mit der neu geschaffenen Funktion Konzernentwicklung, die durch Martina Ludescher (33) besetzt wird, welche zum Mitglied der Konzernleitung berufen wird. Ludescher ist seit acht Jahren für DKSH tätig, seit 2007 als Vice President Strategie und Unternehmenskommunikation.
 

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Was macht das Asiengeschäft so interessant für DKSH?
Bernhard Schmitt:Asien gilt als der Wachstumsmarkt schlechthin und bietet sich daher als attraktives Expansionsziel an, das mit einem Partner wie DKSH schnell und professionell erschlossen werden kann.
 

In Asien boomt die Nachfrage nach Luxusartikeln. Haben Sie nicht Bedenken, dass diese irgendeinmal einbrechen könnte?
Schmitt: Asien ist und wird auf absehbare Zeit die dynamischste Region der Welt bleiben, mit hohen Wachstumsraten, einer schnell expandierenden Mittelklasse und stetig steigenden Einkommensniveaus.
 

Was ist das Erfolgsrezept von DKSH?
Schmitt: Wir haben unser Geschäftsmodell komplett neu erfunden. Market Expansion Services bedeutet, dass DKSH anderen Unternehmen hilft, in neuen oder bereits existierenden Märkten zu expandieren. Wir unterstützen diese Unternehmen beim Eintritt in fremde Märkte, stellen ihnen unsere Marktkenntnisse, Beratung und Erfahrung, Beziehungen vor Ort sowie Vertriebs- und Logistikdienstleis-tungen zur Verfügung.


Macht Ihnen als Finanzchef der starke Franken Sorgen?
Schmitt: Wir bewegen uns hauptsächlich im asiatischen Währungsraum und sind daher von der Stärke des Frankens weniger betroffen.
 

Bleiben wir beim Geld: Wie wichtig ist Ihnen persönlich Geld?
Schmitt: Geld spielt immer eine Rolle. Wichtig sind jedoch der Spass und die Herausforderung einer Aufgabe.

Was langweilt Sie?
Schmitt: Routine.
 

Womit haben Sie als Kind am liebsten gespielt?
Schmitt: Mit Schnee.
 

Was stimmt Sie traurig?
Schmitt: Der Verlust von Menschen, die mir nahe standen.
 

Wann haben Sie zum letzten Mal geweint?
Schmitt: Ende letztes Jahr habe ich nach langer Krankheit meinen Vater verloren. Dies war gerade auch wegen der räumlichen Distanz schwierig und eine traurige Erfahrung.
 

Was würden Sie gerne erfinden?
Schmitt: Eine Klimaanlage, die nicht lärmt.
 

Welches Erlebnis hat Sie geprägt?
Schmitt: Der Umstand, dass ich zeitweise in einer Grossfamilie aufgewachsen bin. Ausserdem hatte ich schon immer den Drang, andere Länder kennenzulernen. Ich kann diese Vorliebe aber an keinem konkreten Erlebnis festmachen.
 

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Schmitt: Radfahren in den Reisfeldern um Bangkok sowie private Reisen.
 

Wie wohnen Sie?
Schmitt: Nach sieben Jahren Bangkok packen wir nun die Koffer und ziehen nach Singapur.

Wer sind die drei klügsten Köpfe unserer Zeit?
Schmitt: Stephen Hawking, der alles in Frage stellt, was wir sehen; Michail Gorbatschow, der nicht nur die physischen Mauern, sondern auch viele Mauern in den Köpfen der Menschen einriss; die Mathematiker, die mit ihren Algorithmen das Internet erst möglich gemacht haben.
 

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Schmitt: Gute Musik zu machen.
 

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Schmitt: Veränderung ist Chance.
 

Was ist Ihre grösste Sorge?
Schmitt: Persönlich habe ich im Moment keine Sorgen. Da ich vier Jahre in Japan gelebt habe, beobachte ich die schrecklichen Ereignisse dort intensiv. Es ist beeindruckend, wie die Japaner mit ihrem legendären Kampfgeist diese schwierige Situation meistern.
 

Wie wichtig ist Ihnen ein Leben ausserhalb der Arbeit?
Schmitt: Wenn Arbeit Spass macht, stellt sich die Frage nur begrenzt. Aber natürlich ist mir Zeit mit der Familie sehr wichtig.
 

Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?
Schmitt: Vielen. Die asiatische Küche bietet eine Vielfalt, die mich auch nach 15 Jahren in Asien immer noch überrascht.

Steckbrief

Name: Bernhard Schmitt
Geboren: 15. November 1959 in Freiburg
Zivilstand: Verheiratet, zwei Töchter (9 und 14 Jahre alt)
Wohnort: Bald Singapur
Ausbildung: Diplom-Kaufmann
Bisherige Funktion: DKSH Executive Vice President Country Operations and Business Processes, Bangkok
Neue Funktion: Chief Financial Officer (CFO) DKSH in Singapur und Zürich