Norbert Klapper nimmt spätestens am 1. Januar 2014 das Ruder beim Textilmaschinenkonzern Rieter in die Hand. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, gibt Erwin Stoller nach vier Jahren sein Doppelmandat ab und konzentriert sich aufs Verwaltungsratspräsidium.

Seit der Ernennung zum Konzernchef habe sich Stoller besonders auf die Strategie konzentriert. Diese Arbeiten dürften bis Ende 2013 abgeschlossen sein, teilte Rieter mit. Das Doppelmandat sei damit nicht mehr erforderlich.

Der neue Konzernchef Klapper ist 50 Jahre alt und stammt aus Deutschland. Er arbeitete in der Unternehmensberatung und wechselte 2000 in die Geschäftsleitung der Dürr AG in Stuttgart. Ab 2005 war er für den Anlagenbauer Voith tätig, seit 2011 als Leiter der Sparte Turbo mit einem Umsatz von rund 480 Mio. Euro.

Der traditionsreiche Rieter-Konzern gab im März den Abbau von rund 250 Stellen vor allem in der Schweiz bekannt. Zudem richtet er sich noch stärker nach Asien aus. Der Verkauf der Textilmaschinen verlief 2012 schleppend, so dass noch 26,5 Millionen Franken Reingewinn blieben.

Der Umsatz ging um 16 Prozent auf 888,5 Millionen Franken zurück. Der Bestellungseingang nahm um 12 Prozent auf 839,7 Millionen Franken ab. 2011 hatte Rieter noch einen Reingewinn von 119 Millionen Franken ausgewiesen, allerdings dank dem Verkauf von Firmenteilen.

(tke/sda)