Er folgt auf Andreas Schwer, der das Amt seit Dezember 2011 zusätzlich zu seinen Aufgaben als Leiter Administration & Finanzen in Personalunion ausgeführt hatte. «Mit Bircher haben wir einen erfahrenen Manager und ausgewiesenen Fachmann gewonnen, der die Schweizer Heiztechnik-Branche bestens kennt», sagt Marc Andree Groos, ­Direktor Region Zentral bei Vaillant im deutschen Remscheid. Nach seinem Ingenieurstudium in Lausanne, Zürich und London war Bircher zunächst für die Unternehmensberatung McKinsey tätig. Im Jahr 2001 wechselte er zur Wetrok AG, wo er vorerst Leiter der Abteilung Projekte und Prozesse war und dann von 2004 bis 2007 die englische Tochtergesellschaft des Unternehmens führte. Ab 2007 war Bircher in der Geschäftsleitung des Heiztechnik-Herstellers Elcotherm AG als Leiter Verkauf und Marketing Schweiz tätig.

Können Sie Sommerferien beziehen? In diesen Wochen muss für Ihre Branche Hochbetrieb herrschen. Vaillant liefert komplette Heizsysteme sowohl für Neu- wie auch für Umbauten. Diese Heizungen müssen ab September betriebsbereit sein.

Cornell Bircher:
Glücklicherweise habe ich die Ferien vorbezogen. In der Tat sind die kommenden drei Monate die wichtigsten in der Heizungsbranche, sodass niemand in der Schweiz im Winter frieren muss. Wir sind gut gerüstet, die Auftragsbücher und das Lager sind gut gefüllt.

Sie freuen sich sicherlich auch aus einem zusätzlichen Grund auf Herbst und Winter. Das von Ihnen geleitete Unternehmen steht mit der Vaillant-Arena in Davos ­jeweils in den sportlichen Schlagzeilen.
Selbstverständlich. Die Vaillant-Arena in Davos ist eine der schönsten Eishallen in der Schweiz und beherbergt eines der besten nationalen Eishockeyteams. Zudem assoziiert man mit kaltem Eis auch gleich die warme Stube – und dafür stehen wir ein.

Anzeige

Sind Sie bekennender HCD-Fan?
Das darf ich Ihnen nicht sagen ... Eishockey steht aber für Dynamik, Schnelligkeit, Vorwärtsdrang und ist vielfach auch umkämpft, genauso wie die Heizungsbranche.

Wie lautet Ihre Prognose für die ­Hockeymeisterschaft 2012/13?
Wenn ich das wüsste, wäre die Saison nur halb so spannend ...

Werden Sie mit HCD-Trainer Arno del Curto betriebsintern ein Motivationsseminar für Ihre rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhalten?
Dies wäre nicht das erste Mal! ­Allerdings habe ich in den ersten Tagen nicht den Eindruck gewonnen, dass dies nötig ist. Ich habe ausschliesslich top motivierte und sehr qualifizierte Mitarbeiter kennengelernt.

Wie kamen Sie zum neuen Job?
Der Kontakt kam zum richtigen Zeitpunkt zustande. Die Wachstumsstrategie, die Ziele und das Zwischenmenschliche haben sofort gepasst, sodass ich sehr gerne die Verantwortung für den Schweizer Markt übernommen habe.

Was langweilt Sie?
Stillstand.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
«SPIN Selling» von Neil Rackham – als Vertriebsmann eine spannende Lektüre.

Was stimmt Sie traurig?
Ökologisch und von Berufes wegen die Tatsache, dass wir mit Energie nicht haushälterisch umgehen. Die Wahl und die zeitgerechte Sanierung von Heizungen könnten und sollen hier einen namhaften Beitrag leisten.

Was würden Sie gerne erfinden?
Eine zahlbare Speicherung von Gratisenergie – zum Beispiel Solarenergie –, die dann bedarfsgerecht wieder verwendet werden kann. Nicht nur für Heizungen.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Zeit mit der Familie zu verbringen.

Wie wohnen Sie?
In einem wunderschönen alten Holzhaus, welches ich schrittweise saniere – selbstverständlich auch energetisch.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Schon heute zu wissen, welche Faktoren den Heiztechnikmarkt in 15 oder 20 Jahren bestimmen werden.

Anzeige

Was ist Ihre grösste Sorge?
Sorgen habe ich eigentlich keine. Ich bin Optimist.

Können Sie kochen?
Mehr schlecht als recht. Hier haben wir eine traditionelle Aufgabenteilung.

Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?
Der deftigen Schweizer Küche, wie beispielsweise Rösti mit Speck und Spiegelei.

Was treibt Sie beruflich derzeit am meisten an?
Vaillant mittelfristig zur Nummer eins der Schweizer Heizungsbranche zu entwickeln.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
Die möglichen Titel finden sich heute nicht in den Hitparaden – es geht Richtung 1970er-/1980er-Jahre. (mk)

Steckbrief

Name: Cornell Bircher

Geboren: 6. April 1973

Wohnort: Uznach SG

Ausbildung: Ingenieur (ETH)

Bisherige Funktion: Leiter ­Verkauf & Marketing, Elcotherm AG, Vilters SG

Neue Funktion: Country Manager Vaillant Schweiz, Dietikon

Anzeige