In dieser Funktion ist er verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Führung des Konsumentengeschäftes in der Schweiz und in Liechtenstein. Steiger begann seine Karriere bei KMPG Consulting als Strategie- und Prozessberater in den Bereichen Retail und Automation. Der Schweizer wechselte danach als Global Project Leader zur Daniel Swarovski Corporation AG, Männedorf.

Sie haben es leicht, Weihnachtsgeschenke sind Ihr berufliches Umfeld. Sammeln Sie Swarovski-Weihnachtssterne?

Patrik Steiger:
Als Mitarbeiter habe ich das Glück, jeden Dezember ein Swarovski-Ornament geschenkt zu bekommen. Damit gehöre ich zu den begeisterten Sammlern.

Was läuft in diesen Tagen besonders gut?
Bezaubernde Schmuckstücke – beispielsweise Halsketten, die sehr oft im Set mit passenden Ohrringen ausgewählt werden – sind sehr beliebt. Immer grös­serer Beliebtheit erfreuen sich unsere Swiss-made-Swarovski-Uhren. Auch verkaufen wir dieser Tage unser Weihnachtsornament besonders gut. Inspiriert vom glitzernden Swarovski-Weihnachtsbaum in der Zürcher Bahnhofhalle möchten ­viele Kunden ein Stück dieses Weihnachts­zaubers mit nach Hause nehmen.

Zeigt sich Swarovski resistent gegen negative Einflüsse der Konjunktur?
Weitgehend ja. Natürlich merken auch wir das veränderte Einkaufsverhalten vieler Kunden, welche den Shopping-­Tourismus ins nahe EU-Land bei begünstigten Währungsverhältnissen bevorzugen. Aber die meisten Stammkunden bleiben uns treu.

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Liegt der Erfolg von Swarovski darin, dass Glimmer und Glanz zu vertretbaren Preisen erstanden werden kann?
Der Erfolg liegt in der Stärke der Marke, die sich durch Handwerkskompetenz im Schmuck- und Accessoires-Bereich auszeichnet, dem Kunden Produkte im Premiumsegment bietet und das Ganze in einer hohen Qualität und zu ansprechbaren Preisen zugänglich macht.

Welche Rolle spielt der Schweizer Markt?
Er gehört mit Österreich, Benelux und Griechenland zu den kleineren europäischen Märkten. Aufgrund der Nähe zum Headquarter unseres Konsumentengeschäftes in Männedorf ist aber der Schweizer Markt immer wieder im Fokus der Swarovski-Welt, da wir viele Markttests hier durchführen und je nach Testergebnis in weitere Verkaufsgesellschaften ausrollen. Auch ist es eine Besonderheit, dass wir in der Schweiz einen der weltweit höchsten Swarovski-Markenbekanntheits­grade geniessen dürfen.

Wie wichtig ist Ihnen persönlich Geld?
Geld im Sinne seiner wirtschaftlichen Bedeutung hat für mich ein gewisses Gewicht. Schliesslich liegt es in meinem Interesse als Managing Director, am Ende des Tages Umsatz und Profit gemäss den vereinbarten Zielsetzungen zu liefern.­ ­Zusätzlich ist es aber aus meiner Sicht auch wichtig, die soziale Verantwortung als sicherer Arbeitgeber, Förderer von ­Lebensqualität und Berufserfolg sehr hoch zu gewichten.

Was langweilt Sie?
Zu lange um den heissen Brei rum­zureden.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
Im Rahmen meines MBA habe ich kürzlich ein ganz geniales Buch lesen ­dürfen: «Business Model Generation: Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer» von Alexander Osterwalder, Yves Pigneur und J.T.A. Wegberg.

Was stimmt Sie traurig?
Da geht es mir wahrscheinlich wie vielen: Die Kriege in der unmittelbaren europäischen Nachbarschaft stimmen mich traurig. Das Gefühl, nur wenig ­Einfluss zu nehmen, wirkt lähmend. Ich bewundere und unterstütze Non-Profit-Organisationen, die sich engagieren, das Leid der Zivilbevölkerung so gut wie möglich zu lindern.

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Was würden Sie gerne erfinden?
Die Kristallkugel, mit der ich in die Zukunft schauen kann.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ­ausserhalb der Arbeit?
Etwas Sport in der freien Natur, also Biking, Jogging, Schwimmen, Golfen und Tauchen, mit meiner Frau die Welt ­erkunden, ein gutes Buch lesen oder ein Glas Wein geniessen.

Was für ein Auto fahren Sie?
Zurzeit ein Mietauto – einen ­neuen BMW 320d Kombi – ein tolles Auto.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Ich würde gerne alle wesentlichen Sprachen der Welt sprechen. Ich hoffe aber darauf, dass es bald schon die entsprechende Software gibt, welche diesen Wunsch erleichtern wird.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?
«The early bird catches the worm.»

Was ist Ihr bevorzugtes Essen?
Fast alles, was die italienische und die thailändische Küche zaubert, ist so köstlich, dass ein Widerstehen oft unnötig erscheint.

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Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?
Ein Tauchgang in den Gewässern um Palau.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
«New York, New York» von Frank Sinatra.

 

Steckbrief

Name: Patrik Steiger

Geboren: 4. Juni 1971

Zivilstand: Verheiratet

Wohnort: Meilen

Ausbildung: Jurist (Universität Freiburg); zurzeit am Executive MBA an der Universität St.Gallen (Abschluss Oktober 2013)

Bisherige Funktion: Director Operations Development & Retail Processes (Global Operations, Consumer Goods Business), ­Daniel Swarovski Corporation AG, Männedorf

Neue Funktion: Managing ­Director Consumer Goods ­Business Switzerland, Swarovski Schweiz AG, Männedorf