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Tamedia-Chef verdient 2016 deutlich weniger

Christoph Tonini: Sein Lohn ging deutlich zurück. Keystone

Tamedia hat 2016 weniger Umsatz und einen massiven Einbruch des Gewinns verzeichnet. Das wirkt sich auch auf die Entschädigung des Konzernchefs Christoph Tonini aus.

Veröffentlicht am 02.03.2017

Der Gewinn des Medienkonzerns Tamedia ist im vergangenen Jahr um 63,4 Prozent auf 122,3 Millionen Franken eingebrochen. Im Vorjahr hatte der Zusammenschluss von search.ch und local.ch zu einem hohen Reingewinn von 334 Millionen Franken geführt.

Der Umsatz von Tamedia sank um 5,5 Prozent auf etwas mehr als eine Milliarde Franken, teilte die Zürcher Mediengruppe mit. Der Rückgang ist auf den strukturellen Wandel des Print-Werbemarktes, die Einstellung der Druckerei Ziegler Druck auf Ende 2015 sowie den Verkauf der Swiss Online Shopping AG (FashionFriends) zurückzuführen.

Digitale Transformation

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank aufgrund des rückläufigen Marktumfelds um 17,5 Prozent auf 201,0 Millionen Franken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nahm um 13,1 Prozent auf 113,5 Millionen Franken ab.

Weiter beschleunigt hat sich die Transformation von Tamedia hin zu einer digitalen Mediengruppe, wie es weiter heisst. Erstmals trugen die publizistischen und kommerziellen digitalen Angebote über die Hälfte des operativen Ergebnisses von Tamedia bei.

Weniger Lohn für Konzernchef Tonini

Der eingebrochene Gewinn hat sich auch auf die Entschädigung des Konzernchefs Christoph Tonini ausgewirkt: Sein Lohn ging von 6,1 auf knapp 2,7 Millionen Franken zurück. Dies geht aus dem Tamedia-Geschäftsbericht hervor.

Im Vorjahr hatte Tonini noch 2,6 Millionen Franken Erfolgsbeteiligung in bar erhalten. 2016 waren es 840'000 Franken. Zudem gab es statt knapp zwei Millionen Franken nur noch rund 500'000 Franken Gewinnbeteiligung in Aktien. Gleich blieb das Salär von einer Million Franken.

(sda/cfr/jfr)

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