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Todesfall
UBS verliert einen ihrer profiliertesten Köpfe

Andreas Höfert: Hinterlässt in der UBS eine grosse Lücke.   Keystone

Andreas Höfert ist überraschend gestorben. Der Chefökonom der UBS wurde nicht älter als 48.

Von Christian Bütikofer
am 08.10.2015

Andreas Höfert, Chefökonom der Vermögensverwaltung bei der UBS und Anlage-Chef der Region Europa, ist überraschend in den Vereinigten Staaten an einem Herzinfarkt gestorben. Die Grossbank bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP eine Meldung der NZZ.

Der 48-jährige Ökonom wurde an den Universitäten St.Gallen und Rochester ausgebildet. Nach seinem Doktorat arbeitete er 1995 für die Konjunkturforschungsstelle Schweiz KOF. Seit 1999 war er für die UBS tätig, 2011 wurde er deren Chefökonom, seit 2012 lebte der Schweizer in New York.

«Tief betroffen»

Sein Tod ist nicht nur für die Angehören ein schwerer Schlag, auch bei der UBS wird er eine grosse Lücke hinterlassen: «Wir sind tief betroffen über den plötzlichen Tod von Andreas Höfert», schrieb die UBS in einer Pressemitteilung. «Er war sehr respektiert und beliebt in unserer Firma.»

Für Staatsfonds

Höfert machte immer wieder auch mit unkonventionellen Ideen von sich reden. Kurz vor seinem Tode forderte er etwa Ende September, die Schweiz solle wegen dem starken Franken einen Staatsfonds gründen.

Andreas Höfert war häufig in Schweizer Medien anzutreffen und war wohl einer der bekanntesten und profiliertesten Köpfe der UBS in der Öffentlichkeit.

Er galt auch als grosser Fussballfan. 2006 sagte er mit Hilfe eines Modells voraus, dass Italien die Weltmeisterschaft gewinne - und lag damit richtig.

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