Auch wenn saisonale Einflüsse herausgerechnet werden, sank die Arbeitslosenquote leicht, und zwar auf 2,2 von 2,3 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Insgesamt waren Ende des Berichtsmonats 117'970 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. Das waren 4298 weniger als im Monat davor.

Gegenüber dem Vorjahresmonat, der noch von der Corona-Krise bestimmt war, ging die Arbeitslosenzahl um knapp 30 Prozent zurück.

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Damit hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im Februar leicht besser entwickelt als erwartet. Ökonomen hatten im Schnitt mit einer ausgewiesenen Quote von 2,6 Prozent gerechnet sowie einer saisonbereinigten Quote von 2,3 Prozent.

Auch für die Jobsuche haben sich die Aussichten aufgehellt: Während die Zahl der Stellensuchenden im Februar um 2,4 Prozent auf 201'909 abnahm, erhöhte sich die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um rund 16 Prozent auf 67'826. Davon unterlagen mehr als drei Viertel der Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 5 Prozent.

Weniger Kurzarbeit abgerechnet

Die Kurzarbeit, mit der die negativen Corona-Effekte während der Krise abgefedert wurden, zog zu Beginn des vergangenen Jahres wegen des zweiten Corona-Lockdown wieder an. Danach sank sie wieder deutlich, und auch im Dezember, zu dem nun aktuelle Zahlen bekannt sind, war sie erneut rückläufig.

Konkret waren im Dezember laut den Angaben des Seco nur noch 42'077 Personen von Kurzarbeit betroffen, 6,0 Prozent weniger als im Monat davor. Auch die Anzahl Betriebe mit verhängter Kurzarbeit ging um rund 15 Prozent auf knapp 6288 zurück.

Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Krise im Frühling 2020 hatte für fast 1,4 Millionen Menschen Kurzarbeit gegolten, in der zweiten Corona-Welle war die Zahl dann im Februar 2021 nochmals auf gut 520'000 geklettert.