Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im Geschäftsjahr 2021 markant mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Die Verkäufe lagen auch deutlich über dem Niveau von 2019 und erreichten einen neuen Rekordstand. Im vierten Quartal beschleunigte sich gar das Wachstum gegenüber dem dritten.

Der Konzernumsatz nahm um 15,9 Prozent auf 3,46 Milliarden Franken zu, wie Geberit am Donnerstag mitteilte. In lokalen Währungen ergab sich ein ebenfalls zweistelliges organisches Wachstum von 14,7 Prozent.

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Der Umsatz lag damit im obersten Bereich der Erwartungen der Analysten und auch oberhalb der eigenen Prognosen. Geberit selber hatte im November für das Gesamtjahr einen währungsbereinigtes Umsatzwachstum im Bereich von 12 bis 14 Prozent in Aussicht gestellt.

Das «ausserordentliche» Umsatzwachstum sei auf einen Covid-bedingten positiven Basiseffekt, einen Lageraufbau in der Bauindustrie sowie auf Marktanteilsgewinne zurückzuführen, so Geberit zum Geschäftsjahr. Zudem sei es gelungen, die Verfügbarkeit der Produkte trotz erheblicher Herausforderungen in den Lieferketten sicherzustellen.

Viertes Quartal profitiert von Vorzieheffekten

Das Wachstumstempo hat im vierten Quartal entgegen der Ankündigung gar wieder etwas angezogen. Der Umsatz erreichte von Oktober bis Dezember 773 Millionen Franken, entsprechend einem währungsbereinigten organischen Wachstum von 7,7 Prozent. Im dritten Quartal hatte dieser Wert noch bei +6,6 Prozent gelegen.

Das Wachstum sei positiv beeinflusst worden von Vorzieheffekten aufgrund der angekündigten Preiserhöhungen und wegen einem Lageraufbau beim Grosshandel.

Mit Blick auf das Ergebnis wurden die Aussagen vom vergangenen November, wonach die operative Cashflow-Marge (EBITDA) einen Wert zwischen 30 und 31 Prozent werde, präzisiert. Geberit rechnet nun mit einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten EBITDA-Marge von rund 31 Prozent. Die Gewinnzahlen sowie den vollständigen Geschäftsbericht wird Geberit allerdings erst am 9. März veröffentlichen.

(awp/gku)