Das spekulative Trader-Depot bringt in den letzten Tagen schöne Gewinne beim Call auf den SPI. Der breite Schweizer Aktienmarkt hat im Sog der haussierenden US-Börse das Allzeithoch von Anfang Juli wieder erreicht. Fällt der Widerstand beim Kursrekord im Index bei 15'539 Punkten, könnte das den SPI Total Return schon kurzfristig weiter antreiben

Wieder nach oben geht es mit Swatch. Der Rausschmiss aus dem SMI brachte zwar anfängliche Kursverluste beim Uhrenkonzern intraday vor einer Woche von bis zu rund sieben Prozent.

Doch davon hat sich die Aktie rasch wieder erholt. Auslöser für den aktuellen Kursschub sind die Halbjahreszahlen. Der Chronometer-Spezialist aus Biel löste sich in den ersten sechs Monaten aus der Umklammerung der Corona-Schranken und steigerte den Umsatz im Semester um 54,6 Prozent auf 3,4 Milliarden CHF.

Zwar lag Swatch mit diesen Erlösen noch 12,3 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Aber das zweite Halbjahr soll bereits besser abschneiden als der selbe Zeitraum 2019. Insgesamt soll dadurch der Umsatz im Gesamtjahr über den 2019er-Werten liegen. 

Mit einem Ergebnis von 270 Millionen CHF landete Swatch auch wieder in den schwarzen Zahlen. Im Vorjahreszeitraum war wegen Corona noch ein Verlust von 308 Millionen CHF aufgelaufen. Swatch ist ein klasse Turnaround-Titel mit hohem Nachholpotential.

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Das durchschnittliche Kursniveau in der letzten Dekade lag bei etwa 400 CHF. Dieser Kursbereich könnte noch in diesem Jahr wieder erreicht werden. Ein Potential von etwa 30 Prozent. Der Call im Depot verspricht dann enorme Gewinne.

Sika steigt auch und notiert ebenfalls auf Allzeithoch. Aber mit einem Put spekulieren wir auf fallende Kurse beim Chemiespezialisten. Zwar liegen wir bisher mit dieser Position eindeutig falsch.

Aber Sika ist mit erwartetem 40er-KGV respektabel und hoch bewertet. Zwar wächst das Unternehmen und will bis 2023 mit sechs bis acht Prozent beim Umsatz zulegen und die operative Marge von rund 14 auf dann 15 bis 18 Prozent ausbauen.

Der Gewinn stieg in den letzten vier Jahren um etwa 15 Prozent pro Jahr. In den nächsten beiden Jahren dürfte das mit ähnlicher Geschwindigkeit, vielleicht mit Steigerungen von 20 Prozent im Jahr, weiter gehen. 40er-KGVs sind für dieses Wachstum aber einfach nicht mehr günstig. Wir setzen weiterhin auf fallende Kurse und warten gespannt auf die Halbjahreszahlen am 22. Juli