Der ausgewiesene Betriebsgewinn (EBIT) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 644,9 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die entsprechende Marge ging in der Folge auf 14,1 Prozent hoch, nachdem sie im Vorjahr krisenbedingt auf 10,5 Prozent gesunken war.

Unter dem Strich verdiente Lindt & Sprüngli einen um 50 Prozent höheren Reingewinn von 490,5 Millionen Franken. Die positive Entwicklung der Gruppenresultate sei von den Ergebnissen aller Segmente getragen worden, heisst es in der Mitteilung. Denn alle drei Geschäftsregionen - Europa, Nordamerika und Rest der Welt - wuchsen mit zweistelligen Raten.

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Das soll nun auch den Aktionären zugutekommen. Die Inhaber von Lindt-Namenaktien - ein Stück davon gehört mit einem Kurswert von 97'900,00 Franken zu den teuersten Aktien der Welt - sollen nun eine um 9,1 Prozent höhere Dividende von 1200 Franken pro Aktie erhalten.

Mit den vorgelegten Resultaten übertrifft Lindt & Sprüngli die Schätzungen der von AWP befragten Analysten mit Ausnahme der Dividende bei allen Kennzahlen.

Höhere Mittelfristziele

Die Umsatzzahlen hatte Lindt & Sprüngli bereits im Januar bekanntgegeben. Das Unternehmen liess die Coronakrise deutlich hinter sich und steigerte den Umsatz um Währungs- und Akquisitionseffekte bereinigt um 13,3 Prozent. Mit diesem Resultat hat Lindt nicht nur die im Pandemiejahr 2020 entstandene Lücke gefüllt, sondern sogar das starke Vorkrisenjahr 2019 übertroffen.

Für das laufende Jahr erwartet das Management nun, ein operatives Gewinnwachstum am oberen Ende der angestrebten Zielbreite von 6 bis 8 Prozent zu erreichen. Die operative Gewinnmarge will Lindt zudem 2022 auf 15 Prozent steigern.

Für die kommenden Jahre hat Lindt seine mittel- und langfristigen Ziele eines organischen Wachstums sogar leicht erhöht. Neu rechnet das Unternehmen langfristig mit einem Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent. Bisher hatte die Erwartung noch bei 5 bis 7 Prozent gelegen. Zudem will Lindt & Sprüngli die operative Marge kontinuierlich um 20 bis 40 Basispunkte pro Jahr verbessern.