Alles in allem stieg das Bruttoinlandprodukt (BIP) in der Periode von Oktober bis Dezember 2021 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Die gesundheitspolitischen Massnahmen hätten die Wirtschaft im Berichtsquartal deutlich weniger eingeschränkt, als das bei den ersten Corona-Wellen der Fall gewesen sei, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit.

Dementsprechend sei ein erneuter veritabler Einbruch der Wirtschaftsaktivität ausgeblieben. Einzig im Gastgewerbe (-2,9%) ging die Wertschöpfung deutlich zurück. Zwar kamen die Gästezahlen in der Hotellerie leicht über dem Niveau des Vorquartals zu liegen, in der Gastronomie entwickelte sich die Nachfrage aber rückläufig.

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Zudem stieg die Mobilität der Bevölkerung im 4. Quartal nur noch wenig an: In der Transport- und Kommunikationsbranche (+1,2%) liess das Wachstum daher nach. Auch der Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (Sportevent-bereinigt: +1,8%) büsste erheblich an Dynamik ein.

Im verarbeitenden Gewerbe (+1,7%) resultierte ein erheblicher Wertschöpfungszuwachs. Zwar hätten sich verschiedene Industriezweige schwach entwickelt, gebremst durch globale Lieferkettenprobleme, schreibt das Seco. Dagegen habe die weniger von Lieferengpässen betroffene Chemie- und Pharmabranche ihre Produktion abermals kräftig gesteigert.

Hohes Wachstum im Gesamtjahr 2021

Die Verlangsamung gegenüber dem Wachstum im dritten Quartal - leicht nach oben revidiert auf +1,9% - kommt nicht überraschend. Von AWP befragte Ökonomen hatten die Entwicklung zum Vorquartal nämlich bei +0,1 bis +0,8 Prozent gesehen.

Erstmals hat das Seco auch eine Einschätzung zum Gesamtjahr 2021 gegeben. Demnach wuchs die hiesige Wirtschaft im zweiten Corona-Jahr um hohe 3,7 Prozent, nachdem sie im ersten Corona-Jahr um 2,4 Prozent eingebrochen war. Im Sommer wurde dabei laut Seco das Vorkrisenniveau der Wertschöpfung bereits wieder überschritten.