Die heimische Konjunktur zeigt sich auch in der Corona-Pandemie robust. So liegt die Schweizer Wirtschaftsleistung bereits etwa 1 Prozent über dem Niveau von vor der Krise im Jahr 2019 – und die Börse präsentiert sich folglich weiterhin in Feierlaune. Der breite Schweizer Aktienmarkt mit dem SPI notiert auf Allzeithoch! Als wahrscheinlicher Vorbote einer globalen Konjunkturerholung entwickelt sich auch der Ölpreis immer weiter nach oben. Die Ölsorte Brent kletterte auf Wochensicht von 70 auf 72 Dollar je Barrel.

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Im Schlepptau mit höheren Preisen für Schwarzes Gold geht auch die Aktie unseres Satelliten Portfoliowerts BP nach oben. Ein Wochengewinn von rund 4 Prozent steht zu Buche. Angesichts eines erwarteten 10er-KGV und einer Dividendenrendite im Bereich von 5 Prozent ist das Ende der Fahnenstange beim Kurs des Ölmultis noch lange nicht erreicht. Notierungen in Kursregionen der letzten Dekade meist zwischen 5 und 6 Euro könnten bald wieder drin sein. Nicht ganz so gut kommen die beiden Turnaround-Wetten im Depot – Meyer Burger und Swiss Steel – aus den Startlöchern. Mit einem Kursminus von 10 und 6 Prozent sind die beiden Titel die Wochenverlierer im Portfolio. Für risikofreudige Anleger bietet das ermässigte Niveau aber eine gute Gelegenheit zum Einstieg. Mit dem immer wahrscheinlicheren und vor allem baldigen Ende der Corona-Pandemie geht es auch mit dem Autosektor weiter nach oben. Auch der mögliche Börsengang von Porsche beflügelt das Segment. Die beiden Musterdepot-Titel Autoneum und Feintool profitieren davon und zählen zu den Top-Performern diese Woche.

Spannend wird es jetzt bei Cicor. Die Aktie des Elektronikkonzerns hat sich in den letzten Tagen an die psychologische Marke und den charttechnischen Widerstand bei 50 Franken herangepirscht. Fällt die Hürde, könnte es, wie in den letzten beiden Jahren wiederholt geschehen, mit dem Kurs rasch in Richtung 60 Franken gehen. 

Im Trader Portfolio haben wir vorsorglich noch etwas Pulver trocken gehalten. Und das werden wir jetzt grösstenteils investieren. Konkret zum einen in einen Call auf den SPI. Der Total-Return-Index – also anders als bei einem Kursindex sind dort die Dividenden mitberücksichtigt – hat ein Allzeithoch erreicht und notiert hauchdünn unter der psychologisch ganz grossen Marke von 15’000 Punkten. Geht der Index durch dieses Level, könnte das dem Markt schon kurzfristig weiteren Schwung verleihen. Zwar noch leicht im Minus, erholt sich Gold aber wieder von der Kursdelle vergangene Woche. Gold ist ein sicherer Hafen im weltweiten Verschuldungssumpf der Staaten und auch bei anziehender Inflation. Die Preise steigen in vielen Ländern und das treibt Anleger in das Edelmetall. Mit nach oben geht dabei auch Silber. Anders als Gold, das vor allem als Schmuck oder physisch hinterlegt in Investmentprodukten Verwendung findet, bietet Silber der Industrie handfesten Nutzen. Es besitzt die höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller Metalle. Entsprechend hoch ist die Nachfrage der Industrie. Rund 55 Prozent des produzierten Silbers werden dort verwendet. Tendenz steigend.

Denn in E-Autos wird etwa doppelt so viel Silber verbaut wie bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Die Silbernachfrage aus dem Autosektor soll deshalb in den nächsten vier oder fünf Jahren um 40 Prozent steigen. Zudem wird das Edelmetall wegen seiner Eigenschaften auch in der Photovoltaik-Industrie genutzt. Nimmt die Silbernachfrage deshalb beständig zu und befeuert so den Kurs, so hat der Preis des Edelmetalls kurzfristig betrachtet jetzt eine wichtige Hürde im Chart erreicht: den Widerstand im Bereich zwischen 28 und 29 Dollar. Mit einem Call auf Silber setzen wir darauf, dass diese Marke schnell übersprungen und dass der Preis dann rasch in Regionen über 30 Dollar je Unze marschieren wird. Bei einem 7er-Hebel bringt der Call schon bei einem Anstieg des Silberpreises von etwa 5 Prozent Gewinne zwischen 30 und 40 Prozent.