Allerdings: Die Aktie ist sehr volatil. Alleine in den letzten zwei Jahren gab es bei CR Capital Kursrückschläge um 20 Prozent oder mehr. Aber der Trend der Aktie zeigt in die richtige Richtung: nach oben. In den letzten drei Jahren hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Rechnet man die zwischenzeitlich gezahlten Dividenden mit ein, hat sich der Wert seit 2019 schon fast verdreifacht.

Im Sommer gab es bei CR Capital den letzten kräftigen Schub um rund 20 Prozent. Grund dafür war die Ankündigung und danach folgend die Zahlung einer hohen Dividende im Bereich von 4 Prozent. Börsianer, die alternativ zu einer Barausschüttung der Dividende eine Aktiendividende gewählt hatten – dabei erhält der Anleger anstatt Geld extra Aktien –, kamen sogar auf Renditen um 8 Prozent.

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Die Geschäfte von CR Capital laufen rund

Auch wenn CR Capital jetzt noch 10 Prozent unter dem Sommerhoch von 2021 gehandelt wird – Anleger sind zuversichtlich. Denn die Geschäfte beim Immobilienunternehmen laufen rund und für 2021 sind diesen Sommer noch höhere Dividendenzahlungen zu erwarten. Wie zu hören ist, plant das Immobilienunternehmen aus Berlin auch für 2021 als Alternative zur Barausschüttung die Zahlung einer Aktiendividende. Die Rendite könnte dann bei etwa 10 Prozent liegen.

Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im HZ-Satelliten-Portfolio der HZ-Musterportfolios.

Möglicherweise bekommt die Aktie schon in den nächsten Wochen neuen Schwung. Im März oder April erwarten Anleger Nachrichten zum operativen Geschäft des Spezialisten für den Bau von standardisierten Häusern. Angesichts des Immobilien- und Baubooms in Deutschland sind gute Zahlen zu erwarten und möglicherweise schon nähere Angaben zur Dividende. Viele Börsianer gehen bereits Wetten ein: Die Aktie dürfte im Laufe des Jahres deutlich höher notieren als derzeit.

Lang & Schwarz profitiert vom Börsenboom

Angaben zur Dividende gab es bereits bei Lang & Schwarz. Der Finanzdienstleister berichtete vor wenigen Tagen über die Zahlen zum vergangenen Jahr. Wegen des Börsenbooms, aber auch wegen höherer Volumina auf der eigenen Handelsplattform und bei den emittierten Zertifikaten stieg das Handelsergebnis von 79,0 auf 112,1 Millionen Euro.

Wegen negativer Steuereffekte von rund 40 Millionen Euro fiel der Jahresüberschuss zwar von etwa 4,0 auf rund 2,20 Euro je Aktie. Die Daten sind übrigens bereits an den Aktiensplit vor einer Woche im Verhältnis eins zu drei angeglichen.

Bereinigt man dieses Ergebnis jedoch um die negativen Steuereffekte, so lag der Gewinn im vergangenen Jahr bei 6,30 Euro je Aktie. Das ist ein spottbilliges 3er-KGV! Für 2021 wird eine Dividende von 1,50 Euro angekündigt. Die Rendite erreicht damit attraktive 6,3 Prozent. Und für das laufende Jahr ist sogar mit noch saftigeren Ausschüttungen zu rechnen.

Verheissungsvolle Perspektiven

Die Düsseldorfer konnten durch Kooperationen vor wenigen Monaten ihre Geschäftsbasis mit dem Zugang zu weiteren rund 5,5 Millionen potenziellen Kunden weiter ausbauen. Zudem wächst das im Rahmen von Wikifolios verwaltete Vermögen massiv. Lang & Schwarz erhält daraus Verwaltungsgebühren und Performance-Beteiligungen. Auf jeden Fall ging das Volumen dieser Wikifolios im vergangenen Jahr um 30 Prozent nach oben.

Rechnet man das Ergebnis des Finanzdienstleisters aus dem vierten Quartal von rund 0,80 Euro je Aktie auf ein Gesamtjahr hoch, scheint in diesem Jahr ein Ergebnis von etwa 3,20 Euro je Anteil realistisch. Mit einem 7er-KGV ist Lang & Schwarz günstig und die Dividende für 2022 dürfte bei mehr als 1,50 Euro oder bei über 6 Prozent liegen. Die Aktie verspricht eine klare Outperformance gegenüber dem breiten Aktienmarkt.

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