Das ging schnell! Erst vor einer Woche hatten wir mit einem Call darauf gesetzt, dass die Aktie von Zur Rose AG von der Unterstützungszone im Bereich um 100/110 Franken nach oben abprallen kann. Und das war schon nach wenigen Tagen passiert!

Der Titel drehte von der Zone und konnte ganz schnell mehr als 10 Prozent gewinnen. Unser Call hat sich so in nur einer Woche fast verdoppelt! Wir bleiben noch dabei. Zur Rose hat durch den rasanten Kursschub jetzt nämlich schon die obere Begrenzungslinie des Abwärtstrends vom Dezember erreicht. Fällt diese Linie bei etwa 135 Franken, dann könnte es mit dem Kurs der Online-Apotheke schnell noch weiter nach oben gehen. 140 und dann möglicherweise auch schon kurzfristig 160 Franken sind drin.

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Nicht die erhofften Kursgewinne gab es dagegen beim Währungspaar Euro/Britisches Pfund. Das Verhältnis der beiden Devisen hat sich seit Aufnahme in das Trader-Portfolio kaum geändert und der Call dümpelt folglich nur vor sich hin. Wir steigen aus.

Neuer Schwung für Logitech

Die frei werdende Liquidität setzen wir auf Logitech. Die Aktie des Anbieters von Computerzubehör wie Mäusen und Tastaturen, Kameras für Streaming oder von Headsets stand vergangene Woche wegen schwacher Vorgaben des US-Halbleitersektors unter Druck. Anfang der Woche ging es dann aber wieder klar nach oben.

Dieser Text beschreibt die jüngsten Entwicklungen im HZ-Trader-Portfolio der HZ-Musterportfolios.

Das SMI-Mitglied kletterte gestern um mehr als 4 Prozent. Der Widerstand bei der psychologisch wichtigen Marke von 70 Franken ist damit wieder so gut wie erreicht. Seit Dezember war diese Zone eine starke Unterstützung. Von dort konnte Logitech in den letzten Monaten mehrmals innert weniger Tage oder von ein bis drei Wochen 5 bis 10 Prozent nach oben drehen.

Noch weiter Weg zum Allzeithoch

Der Sprung über die 70er-Kursmarke könnte die Aktie auch jetzt wieder aus dem Niemandsland herauskatapultieren. Denn seit dem Allzeithoch im vergangenen Juni hat sich der Titel fast halbiert und dümpelt seit rund sechs Monaten per Saldo vor sich hin.

Dabei sind die Perspektiven günstig. Obwohl der Tech-Konzern aus Lausanne seinen Umsatz wegen der Corona-Effekte mit hoher Nachfrage nach Computern und Zubehör in der Pandemie im Vorjahr 2020/21 ohnehin schon um 76,5 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar steigern konnte, kündigte Firmenchef Bracken Darrell noch vor vier Wochen weitere Umsatzsteigerungen an. Im Ende März beendeten Geschäftsjahr 2021/22 sollen die Erlöse bereinigt um Währungseffekte um 2 bis 5 Prozent gestiegen sein.

Das operative Ergebnis, nicht auf Basis internationaler Rechnungslegung, sollte dabei zwischen 850 und 900 Millionen Dollar liegen. Wegen des enormen Corona-Schubs im Computersektor waren es im Jahr davor allerdings noch 1272 Millionen Dollar. Da Logitech bereits nach neun Monaten auf der genannten Basis Non-GAAP einen operativen Gewinn von 748 Millionen Dollar ausgewiesen hatte, dürfte die genannte Zielspanne zumindest erreicht, wenn nicht übertroffen worden sein.

Logitech – günstiger Tech-Titel

Der Gewinn je Aktie könnte dadurch bei etwa 4,50 Dollar oder rund 4,20 Franken gelandet sein. Im seit April laufenden neuen Geschäftsjahr 2022/23 ist sogar noch mehr drin. Manager Darrell erwartet für dieses Jahr einen Umsatzanstieg zu konstanten Wechselkursen im mittleren einstelligen Prozentbereich und einen Anstieg des operativen Gewinns auf Basis Non-GAAP auf 900 bis 950 Millionen Dollar. Das Ergebnis je Aktie könnte dadurch auf rund 5,0 Dollar oder über 4,50 Franken steigen.

Mit einem geschätzten 15er-KGV in diesem Jahr ist die Aktie auf jeden Fall noch nicht teuer. Mit dem Call auf das SMI-Mitglied hebeln wir die möglichen Kursgewinne bei der Aktie von etwa 10 Prozent nach dem erwarteten Ausbruch über den Widerstand bei 70 Franken um das Sechsfache.  

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