Wegen der Coronavirus-Pandemie läuft der Betrieb des Genfer Flughafens nur noch auf Sparflamme. Die Passagierflüge sind um rund 97 Prozent eingebrochen. Am Dienstag standen nur 26 Flüge auf dem Programm. Normalerweise überschreiten sie die 500er-Marke.

Die britische Airline Easyjet, die rund 45 Prozent des Genfer Flugverkehrs ausmacht, hat den grössten Teil ihrer Flotte am Boden gelassen. Die 14 Flugzeuge auf dem Genfer Rollfeld sind bis auf weiteres gegroundet, sagte ein Sprecher von Easyjet. Auch die Swiss (14 Prozent des Genfer Verkehrs) hat ihre Flüge deutlich reduziert.

Frachtverkehr läuft noch

Die Tätigkeit des Flughafen-Drehkreuzes ist jedoch nicht völlig zum Erliegen gekommen. «Die Frachtaktivitäten gehen weiter, auch wenn sie aufgrund der vorübergehenden Schliessung von Strecken rückläufig sind», wie eine Sprecherin des Genfer Flughafens sagte. Fedex zum Beispiel, die ihre eigenen Flugzeuge einsetzt, arbeitet weiterhin normal.

Geschäftsflüge sowie medizinische und Repatriierungsflüge werden fortgesetzt. Es gebe deshalb keine Pläne, den Flughafen zu schliessen, es sei denn, die zuständige Behörde erzwinge dies, sagte die Sprecherin weiter. In welcher Grössenordnung sich der finanzielle Schaden für den Flughafen bewegt, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Das für Check-in, Sicherheit und Passkontrolle zuständige Personal wurde stark reduziert. Der Flughafen Genf hat Kurzarbeit beantragt. Der Flughafen Genf habe sich langfristig verpflichtet, jeden Lohn in voller Höhe auszuzahlen, während die Arbeitslosenunterstützung nur 80 Prozent der Gehälter abdeckt.

(awp/me)