Der französische Hotelriese Accor hat in der Schweiz Grosses vor. «Ich denke, in den nächsten zwei Jahren können wir 30 bis 40 neue Hotels eröffnen», sagt Duncan O’Rourke (53) in einem ausführlichen Interview in der «Aargauer Zeitung». Er leitet das Nordeuropa-Geschäft des Hotelriesen Accor, zu dem auch die Schweiz gehört, und ist Direktionsmitglied der Gruppe.

Diese neuen Schweizer Hotels seien «nicht alles riesige Hotels». Einige werde man auch übernehmen, aber neu eröffnen wolle man «wohl etwa 10 bis 15 Hotels». Dies ist beachtlich, liegt doch vor allem die Stadt- und Kongresshotellerie nach der Covid-19-Krise wirtschaftlich immer noch am Boden.

Accor wolle mehr in Lifestyle-Marken investieren: «Wir werden sicher versuchen, mehr mit unabhängigen Hotels zu arbeiten». Ein solcher Standort werde Zürich-Oerlikon sein. Zu Accor gehört das dortige Swissôtel, das letztes Jahr nach dem Corona-Wirtschaftseinbruch geschlossen wurde. «Dort werden wir kein Swissôtel mehr führen, sondern planen, eine weitere unserer Lifestylemarken in die Schweiz zu bringen. Das haben wir zusammen mit der Immobilienbesitzerin Credit Suisse entschieden.» 

Der Accor-Manager aus Südafrika lobt das Schweizer Covid-19-Regime. «Die Schweiz hat das alles in allem sehr clever gemacht. Es war auch alles gut organisiert und strukturiert, das kann als Vorbild gelten für andere Länder.» Leider habe Accor hier nicht genügend Hotels, um die Ausfälle in anderen Ländern zu kompensieren.

(val)