Der katarische Staatsfonds QIA und eine Gruppe bestehender und neuer Investoren hätten sich mit 126 Millionen Dollar beteiligt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Damit habe Curevac bei der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde insgesamt 640 Millionen Dollar eingesammelt. Wie viel der 126 Millionen von QIA stammen und welchen Anteil sich die Katarer damit an dem Biotechunternehmen sichern, bliebt zunächst unklar.

300 Millionen vom deutschen Staat

Curevac gehört zu den wenigen deutschen Unternehmen, die sich im Wettlauf um einen Corona-Impfstoff befinden. Die Gesellschaft war im März in die Schlagzeilen geraten, weil die US-Regierung angeblich Interesse an Curevac hatte. Im Juni sicherte sich der Bund für 300 Millionen Euro 23 Prozent an dem Biotechunternehmen.

Der britische Pharmariese GSK erwarb für 150 Millionen Euro knapp zehn Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitgeteilt hatte.

Curevac hatte im Juni mit der klinischen Erprobung seines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen und will diesen bis Mitte nächsten Jahres marktreif haben. Die Tübinger setzen bei ihren Forschungsarbeiten - wie auch der US-Biotechkonzern Moderna und die Mainzer Biotechfirma BioNTech - auf Impfstoffe auf Basis der sogenannten Boten-RNA (mRNA). Sie soll den menschlichen Zellen die Information zur Produktion von Proteinen und damit zur Bekämpfung der Krankheitserreger vermitteln.

(awp/tdr)