Unter dem Strich konnte Valiant den Konzerngewinn für die ersten neun Monate um 1,3 Prozent auf 87,6 Millionen Franken steigern, wie die überregional tätige Bank am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis stieg um 2,8 Prozent auf 108,1 Millionen Franken.

Höhere Wertberichtigungen

Verbessert hat das Finanzinstitut sein Ergebnis auch im wichtigen Zinsengeschäft. Insbesondere wurde der Zinsaufwand weiter gesenkt, wozu die Refinanzierung über die Emission von eigenen «Covered Bonds» beitrug. Das Institut verbuchte derweil im Umfeld der Corona-Krise Wertberichtigungen für Kreditausfallrisiken in Höhe von 9,6 Millionen Franken nach 3,4 Millionen in der gleichen Vorjahresperiode.

Die Kosten stiegen in den ersten neun Monaten weniger stark als erwartet. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis blieb in der Folge mit 57,3 Prozent konstant - und dies trotz der Investitionen in die Expansion des Unternehmens und die Schaffung neuer Stellen, wie Valiant betonte. Im Zuge der Wachstumsstrategie seien in den ersten drei Quartalen 13 Vollstellen geschaffen worden.

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Weiteres Hypothekenwachstum

Die Ausleihungen der Bank erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Jahres leicht auf knapp 26 Milliarden Franken. Dazu trug auch die Vergabe von Coronakrediten bei. Das Hypothekarvolumen stieg seit Anfang Jahr um 2,8 Prozent an.

Einen deutlichen Anstieg konnte Valiant bei den Kundengeldern verzeichnen: Diese kletterten nach neun Monaten um beinahe 10 Prozent auf einen Betrag von 21 Milliarden.

Expansionsstrategie geht weiter

In ihrer Expansionsstrategie kommt Valiant wie angekündigt voran: Nach der Eröffnung der Geschäftsstelle in Rapperswil Mitte November sollen im Sommer 2021 dann neue Geschäftsstellen in Zürich-Oerlikon und in Liestal eingeweiht werden. Die Suche nach weiteren Standorten sei im Gang.

Für den Rest des Jahres erwartet die Bank eine «stabile Entwicklung des Geschäfts». Weiter gehe sie davon aus, dass das Jahresergebnis 2020 im Rahmen des Vorjahres ausfallen werde. Allerdings könne die weitere Entwicklung der Kreditausfallrisiken aufgrund der ungewissen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise derzeit nicht abschliessend beurteilt werden, betont sie.

(awp/tdr)