Die von Weissen Haus erzwungenen Gespräche über den Verkauf des US-Geschäfts der populären Video-App Tiktok könnten von Export-Einschränkungen der chinesischen Regierung erschwert werden. Gemäss neuen Regeln dürfen unter anderem "IT-Technologien mit Personalisierung auf Basis von Datenanalyse" und Bedienung mit Hilfe künstlicher Intelligenz nur mit einer Erlaubnis der Regierung ins Ausland verkauft werden. Tiktok gehört dem chinesischen Konzern Bytedance.

Das chinesische Handelsministerium veröffentlichte die neuen Regeln am Freitag. Nun veröffentlichte die amtliche chinesische Nachrichtenagentur ein Interview mit einem Universitätsprofessor, der darauf hinwies, dass die Technologien von Tiktok unter diese Beschreibung fielen.

US-Präsident Donald Trump bezeichnet Tiktok als Sicherheitsrisiko, weil über die App chinesische Behörden Zugriff auf Daten von Amerikanern bekommen könnten. Er untersagte Anfang August unter Verweis darauf amerikanischen Firmen und Bürgern Geschäfte mit Tiktok, das Verbot soll Mitte September greifen. Ohne einen Verkauf droht Tiktok damit das Aus in den USA. Tiktok und Bytedance weisen den Vorwurf zurück und zogen in den USA vor Gericht. (sda)