Der Deckungsgrad der Schweizer Pensionskassen ist seit Beginn des Jahres gesunken. Im Zuge der Ausverkaufsstimmung an den Börsen ist gemäss Berechnungen des Pensionskassenberaters Complementa bereits ein Drittel der im Jahr 2019 erreichten Zugewinne weggeschmolzen.

Der durchschnittliche Deckungsgrad seit Jahresbeginn sei in der Folge von 109,5 Prozent auf 107,1 Prozent gesunkenen. Der Deckungsgradverlust von 2,4 Prozent entspreche rund 27 Milliarden Franken an Vorsorgekapital.

Grund dafür seien die massiven Kursstürze an den globalen Börsen im Zuge der Sorgen um die Ausbreitung des Coronavirus. Es sei aber noch zu früh, um deswegen der Notstand auszurufen, betonten die Pensionskassen-Experten. Die Auswirkungen der Epidemie seien derzeit schwierig abschätzbar.

«Es ist jedoch anzunehmen, dass sich die Situation wieder beruhigt und sich die Kurse stabilisieren werden», hiess es dazu. Das Sinken der Anzahl Krankheitsfällen oder die Verfügbarkeit eines Impfstoffs könnten laut Complementa zu klaren Zeichen der Erholung führen.

(awp/mlo)