Die Corona-Krise hat das Kapitalpolster der Deutschen Bank demnach nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) des Instituts lag nach Angaben der Bank anhand vorläufiger Zahlen Ende Juni mit 13,3 Prozent sogar einen halben Prozentpunkt höher als Ende März.

Kunden hätten ihre Kreditlinien, die sie wegen der Pandemie-Folgen zwischenzeitlich beansprucht hatten, zuletzt stärker zurückgeführt als vermutet, erklärte die Bank. Die harte Kernkapitalquote habe sich dadurch besser entwickelt als von Analysten und der Bank selbst erwartet. Kernkapital gilt als Puffer für Krisenzeiten.

Ergebnisse Ende Juli

Die vollständigen Ergebnisse für den Zeitraum April bis einschliesslich Juni 2020 will der Dax-Konzern wie bisher geplant am 29. Juli veröffentlichen.

Nach am Dienstag von der Deutschen Bank veröffentlichten Schätzungen erwarten Analysten bei dem Geldhaus für das zweite Quartal im Schnitt einen Verlust von 80 Millionen Euro. Nach Abzug von Zinszahlungen für bestimmte Anleihen könnte demnach für Deutsche-Bank-Aktionäre ein Minus von gut 130 Millionen Euro in der Zwischenbilanz stehen.

(awp/tdr)