Das Börsenfieber um Gamestop scheint abzuklingen. Die in Deutschland notierten Aktien des US-Videospielehändlers fielen am Dienstag um 37 Prozent, nachdem sie zum Wochenauftakt in den USA um gut 30 Prozent eingebrochen waren.

«Die ganze Unterstützung und der Hype scheint nachzulassen», sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. In den vergangenen Wochen hatten Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf den Verfall von Gamestop, Silber und Ripple gezwungen.

Auch Silber verliert an Wert

Auch bei Silber machten Anleger Kasse und drückten den Preis des Edelmetalls fünf Prozent ins Minus auf 27,53 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), nachdem es am Montag ein Acht-Jahres-Hoch von 30,03 Dollar erreicht hatte.

Ähnlich wie bei Gamestop sei es in den einschlägigen Anleger-Foren im Internet recht ruhig, fügte Aslam hinzu. Ausserdem hätten einige Börsen, wie bei grösseren Kursschwankungen üblich, ihre Anforderungen für Sicherheitsleistungen bei Termingeschäften angehoben, merkte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets an. Dies macht spekulative Geschäfte unattraktiver.

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Auch Minen-Anbieter sind auf Sinkkurs

Vor diesem Hintergrund flogen auch die Aktien von Silberminen-Betreibern aus den Depots. Die Papiere von Fresnillo und Hochschild fielen in London um bis zu zehn Prozent.

(reuters/mbü)