Die Panik an den Finanzmärkten hat sich auch auf die Immobilienfonds und -aktien an der Schweizer Börse ausgewirkt. Doch deren Abwertung dauerte weniger lang als bei den Aktien im allgemeinen Markt. Bei den Immobilienfonds hat der Aufwärtskurs bereits am 18. März eingesetzt.

Seit Beginn der Verkaufswelle an den Märkten wegen Covid-19 haben sich Schweizer Immobilienfonds mit Fokus Wohnen um 10,3 Prozent abgewertet (19. Februar bis 02. April). Geschäftsimmobilienfonds büssten 15,8 Prozent ein, und die ebenfalls Immobilienaktiengesellschaften mit viel Geschäftsflächen verloren 22,9 Prozent.

«Kaufgelegenheiten» für Anleger mit langem Atem

Die Credit Suisse hält Schweizer Immobilientitel auf lange Sicht für attraktiv – und sieht in einer aktuellen Markteinschätzung «Kaufgelegenheiten für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont».

Für besonders interessant hält sie die Immobilienfonds. «Vorab (…) Immobilienfonds mit Fokus Wohnen dürften in der vorhersehbaren Zukunft vergleichsweise attraktive Renditen generieren.»

Etwas verhaltener ist ihr Urteil zu den Schweizer Immobilienaktien. «Bei diesen drohen aufgrund des starken Fokus auf Geschäftsflächen in den nächsten Quartalen (..) höhere Mietertragsausfälle.» «Die vier grössten Unternehmen (..) beziehen knapp 70 Prozent ihrer Mieteinnahmen aus der Vermietung von Büro- und Detailhandelsflächen, die angesichts der abkühlenden Wirtschaft und der Onlinekonkurrenz unter Druck kommen dürften.»

(mbü)

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