Die Europäische Union will den Weg für einen Einsatz des Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Patienten womöglich in Kürze frei machen. «Es könnte sein, dass eine bedingte Marktzulassung in den kommenden Tagen erteilt werden kann», sagte der Direktor der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, Guido Rasi, am Montag bei einer Anhörung im EU-Parlament in Brüssel.

Die EMA hatte bereits kürzlich den Einsatz des noch nicht als Medikament zugelassenen Mittels des US-Biotechkonzerns Gilead ausserhalb klinischer Studien empfohlen. Damit wird die Nutzung eines Medikaments ermöglicht, noch bevor es vollständig zugelassen ist.

Kein Impfstoff

Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch ein Medikament für die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19. Gilead erhielt vor kurzem die US-Zulassung für die Verwendung von Remdesivir in Notfällen, nachdem der Arzneimittelhersteller Daten zur Verfügung gestellt hatte, die zeigten, dass das Medikament den Krankheitsverlauf bei Patienten verkürzen kann.

Japan liefert Covid-19-Medikament Avigan in 38 Länder

Avigan beziehungsweise Favipiravir blockiert die Vermehrung des Virus. Das Grippemittel zeigte in China gute Erfolge bei Covid-19-Patienten. Doch es gibt schwere Nebenwirkungen. Mehr hier.

(reuters/gku)