Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat für bestimmte Triebwerke von Pratt & Whitney besondere Tests angeordnet. Dabei sollen bei den Triebwerkstypen, deren Teile am Samstag im Flug von einer Boeing 777 abgefallen waren, die Turbinenschaufeln mit einem Wärmebild-Verfahren untersucht werden, wie die US-Behörde am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte.

Man werde diese Testergebnisse eng verfolgen und diese entsprechend mit den anderen Erkenntnissen aus der laufenden Untersuchung des Vorfalls bei weiteren Entscheidungen berücksichtigen.

Trümmer in Wohngebiete gestürzt

Am Samstag waren nach einem Triebwerkausfall grosse Flugzeugteile einer Boeing 777 von United Airlines (UA) in der Nähe von Denver als Trümmer in Wohngebiete gestürzt. Ein von einem Passagier gedrehtes Video zeigt, wie Flammen während des Fluges aus dem rechten Triebwerk schlugen. Die Verkleidung war zu diesem Zeitpunkt bereits in die Tiefe gestürzt.

Nach FAA-Angaben war das rechte Triebwerk kurz nach dem Start ausgefallen. Die Maschine landete mit 241 Menschen an Bord dennoch sicher am Flughafen in Denver. Es gab keine Berichte über Verletzte - weder an Bord noch am Boden. Die Maschine war auf dem Weg von Denver in die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu.

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128 Flugzeuge mit betroffenen Triebwerken

Nach dem Triebwerksausfall an der Boeing 777 nahe Denver droht nun zahlreichen Grossraumjets dieses Typs ein Flugverbot. In Japan und Grossbritannien dürfen die Maschinen mit diesem Antrieb von Pratt & Whitney vorerst nicht mehr verkehren.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte am Wochenende bereits eine entsprechende Notfall-Richtlinie angekündigt. «Dies wird wahrscheinlich bedeuten, dass einige Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen werden müssen», hatte FAA-Chef Steve Dickson am Sonntag gesagt. Boeing empfahl den Fluggesellschaften, die weltweit 128 Flugzeuge mit Triebwerken des Typs PW-4000-112 von Pratt & Whitney vorerst am Boden zu lassen.

(awp/gku)