Die Turbulenzen an den weltweiten Börsen haben im vergangenen Quartal Spuren bei Goldman Sachs hinterlassen. Der Gewinn der US-Investmentbank brach von Juli bis September um gut ein Viertel auf 1,8 Milliarden Dollar ein.

Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet, die Aktien gerieten deshalb im vorbörslichen Handel an der Wall Street unter Druck.

Die Unsicherheiten wegen des Handelsstreits zwischen Peking und Washington und politische Spannungen im Nahen Osten belasteten das Geschehen an den weltweiten Kapitalmärkten in den vergangenen Monaten. Mehrere Unternehmen begruben ihre Pläne für Börsengänge - den Investmentbanken gingen so wichtige Erträge durch die Lappen.

Deutlich tiefere Erträge im Investmentbanking

Die Erträge im klassischen Investmentbanking fielen bei Goldman Sachs im dritten Quartal im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr um 15 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

Besonders starke Einbussen habe es im Beratungsgeschäft gegeben. Besser lief es dagegen ähnlich wie beim Rivalen JPMorgan im Anleihehandel - in der Sparte legten die Erträge zu. Insgesamt gingen die Erträge konzernweit um sechs Prozent auf 8,32 Milliarden Dollar zurück.

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UBS und CS präsentieren Zahlen noch

Goldman Sachs hat im Vergleich zu JPMorgan, die im dritten Quartal besser abschnitten als erwartet, kein Geschäft mit Privat- und Firmenkunden, das Einbussen im Investmentbanking ausgleichen kann.

Wie die Schweizer Grossbanken im dritten Quartal abgeschnitten haben, wird sich erst noch zeigen. UBS und Credit Suisse legen ihre Zahlen am 22. beziehungsweise am 30. Oktober vor.

(reuters/mbü)