Der Flughafenbetreiber Fraport wird in den kommenden Jahren bis zu 4000 seiner gut 22.000 Arbeitsplätze am Standort Frankfurt wegen der Corona-Krise abbauen. Die Belegschaft müsse an das voraussichtlich über Jahre reduzierte Verkehrsvolumen angepasst werden, erklärte der Konzern am Mittwoch.

Derzeit rechne Fraport für den grössten deutschen Flughafen in diesem Jahr mit 30 bis 40 Prozent der Flüge im Vergleich zum Vorjahr. Im kommenden Jahr werde eine Erholung auf 50 Prozent erwartet. In den Jahren 2022 bis 2023 werde das Verkehrsvolumen noch immer etwa 15 bis 20 Prozent unter den Höchstwerten des Jahres 2019 liegen.

Vor dem Personalabbau sollten alle anderen Möglichkeiten zur Kostenreduktion ausgeschöpft werden, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Personalabbau solle sozialverträglich und in Absprache mit den Gewerkschaften vorgenommen werden.

Die Luftfahrt hat durch die Corona-Reisebeschränkungen den schwersten Geschäftseinbruch ihrer Geschichte erlebt. Die Branche erwartet eine nur langsame Erholung und rechnet mit dem Vorkrisenniveau frühestens 2023. Bei Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit gehen massiv Arbeitsplätze verloren.

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(reuters/mlo)