Der Apotheken-Konzern Galenica erhöht trotz einem schwierigen ersten Quartal die Prognose für 2021. Wegen der ausbleibenden Grippewelle blieben die Verkäufe im ersten Jahresviertel unter dem Vorjahresniveau. Im April kam aber die Trendwende.

Der Umsatz der Gruppe ging im ersten Quartal um 4,6 Prozent zurück, wie Galenica am Dienstag mitteilte. Aufgrund der Covid-Pandemie sei das Quartal wie erwartet schwierig verlaufen.

Auswirkungen wie das Ausbleiben von saisonalen Erkältungskrankheiten und der Grippewelle sowie die anhaltend tiefe Mobilität der Bevölkerung hätten die Umsätze von allen Geschäftseinheiten negativ beeinflusst. Die Verkäufe der Erkältungspräparate von Verfora verzeichneten im Apotheken- und Drogeriemarkt Umsatzeinbrüche von über 30 Prozent, einzelne Hustenmittel sogar bis zu 70 Prozent.

Impfungen in rund 260 Apotheken

Im April ging es jedoch aufwärts. Im Vergleich zum April 2020, der aufgrund des landesweiten Lockdowns stark negativ beeinflusst war, habe sich der Geschäftsgang «signifikant» verbessert. So lag der Umsatz nach vier Monaten um 4,8 Prozent über dem Vorjahr. Dazu beigetragen hätten etwa Covid-Schnelltests oder die Impfungen gegen Covid in rund 260 Apotheken der Gruppe.

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Mit Blick nach vorne heisst es, dass sich die Covid-Situation in den nächsten Monaten und insbesondere im zweiten Semester 2021 weiter verbessern und normalisieren werde. Die verschiedenen Angebote zur Bekämpfung der Pandemie dürften den Geschäftsgang weiter positiv beeinflussen, allerdings in wesentlich abgeschwächtem Umfang im Vergleich zum April.

Dividende mindestens auf Vorjahreshöhe

Dank diesen einmaligen Zusatzverkäufen und Produkte-Akquisitionen erhöht Galenica sowohl die Umsatz- als auch die EBIT-Guidance für das Gesamtjahr. Neu wird mit einem Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent gerechnet sowie mit einem Wachstum des adjustierten Betriebsergebnisses EBIT zwischen 5 und 8 Prozent. Die bisherigen Prognosen lagen bei 1 bis 3 Prozent für den Umsatz und bei 2 bis 5 Prozent für das Betriebsergebnis.

Unverändert bleibt die Guidance für die Dividende: Sie soll mindestens auf Vorjahreshöhe ausfallen.

(awp/gku)

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