Der Videospielhändler GameStop hat seinen Verlust verringert und beim Umsatz die Erwartungen übertroffen. Der Betriebsverlust reduzierte sich im abgelaufenen Quartal auf 40,8 Millionen Dollar von 108 Millionen Dollar im Vorjahr, teilte die bei Kleinanlegern in Internet beliebte Firma am Mittwoch nach Börsenschluss mit.

Titel verlor acht Prozent

Der Umsatz stieg um etwa ein Viertel auf knapp 1,3 Milliarden Dollar. Beide Kennziffern waren damit besser als von Experten erwartet, wie aus Refinitiv-Daten hervorging. Auf einen Ausblick verzichtete GameStop. Zudem gab der Konzern die Ernennung von Matt Furlong als neuen CEO und Mike Recupero als Finanzchef bekannt. Beide stammen von Amazon. GameStop-Titel verloren im nachbörslichen Handel zunächst gut acht Prozent.

Die GameStop-Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 2000 Prozent zugelegt. Zwar dürften neue Spielkonsolen das Geschäft des US-Kozerns antreiben. Allerdings warnen Experten, dass der Kurs nicht mehr die Geschäftsentwicklung widerspiegelt. Zwei Analysten kündigten zuletzt an, die Titel nicht mehr zu bewerten.

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Hedgefonds betroffen

GameStop gehört zu den sogenannten «Meme-Aktien», zu deren Kauf sich Kleinanleger in einschlägigen Internet-Foren etwa auf Reddit gegenseitig aufrufen. Dies hat in der Vergangenheit Hedgefonds in Mitleidenschaft gezogen, die über Leerverkäufe auf einen Kursverfall spekuliert hatten.

Der Analysefirma S3 Partners zufolge haben Anleger mit Leerverkäufen auf GameStop seit Anfang des Jahres etwa sieben Milliarden Dollar Verluste gemacht. 

(reuters/tdr)