Deutschschweizer und Romands unterscheiden sich laut einer Umfrage bei ihrer Einstellung zu Corona-Themen. So ist bei den Romands die Absicht, sich impfen zu lassen mit 23 Prozent tiefer als bei der Deutschschweizern, von denen sich 43 Prozent impfen lassen wollen.

Dies berichtete der "Sonntagsblick" unter Berufung auf eine Umfrage des Link-Instituts. Ein Drittel der Romands würde es lieber sehen, wenn zuerst die arbeitstätige und mobile Bevölkerung geimpft würde, während die über 65-Jährigen möglichst alle Kontakte und den ÖV meiden sollen. In der Deutschschweiz finde dieses Konzept weniger Zuspruch.

Auch das Thema finanzielle Unterstützungen spaltet die Landesteile: 71 Prozent der befragten Romands sind der Meinung, dass krisengebeutelte Firmen und Einzelpersonen "deutlich zu wenig" oder "eher zu wenig" wirtschaftliche Kompensation erhalten. In der Deutschschweiz halten 51 Prozent die Hilfe vom Staat für ausgewogen oder gar zu hoch.

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Einer Covid-Sondersteuer für Unternehmer, die in der Pandemie besonders grosse Gewinne einfahren, stimmt in der Deutschschweiz die Hälfte der Befragten "voll und ganz" oder "eher" zu. Die Romands zeigen sich mit 42 Prozent Zustimmung zurückhaltender.

Für die repräsentative Umfrage wurden vom Meinungsforschungsinstitut 1000 Schweizerinnen und Schweizer im Auftrag der Blick-Gruppe befragt. (SDA/hec)