Die japanische Wirtschaft hat sich im Zeitraum April bis Juni stärker erholt als erwartet. Die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt wuchs im zweiten Quartal um annualisierte 1,3 Prozent, nach einem Einbruch im ersten Quartal von 3,7 Prozent, wie vorläufige Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) am Montag zeigten. Die mittlere Marktprognose lag bei 0,7 Prozent.

Die Daten deuten darauf hin, dass die Wirtschaft dank robuster Exporte auf dem Weg ist, sich von den ersten Auswirkungen der Pandemie zu erholen. Ein sprunghafter Anstieg der Delta-Variante des Coronavirus in Asien hat jedoch bei einigen japanischen Herstellern zu Unterbrechungen der Lieferketten geführt, was die Produktion in den Fabriken beeinträchtigen und die ohnehin schon schwache wirtschaftliche Erholung weiter eintrüben könnte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten gehen daher davon aus, dass das Wachstum im laufenden Quartal bescheiden bleiben wird. Die erneuten Notstandsmassnahmen zur Bekämpfung der Infektionswelle drückten die Ausgaben der Haushalte.